Social Media Kampagnen im Hamburger Wahlkampf
Am 20. Februar finden in Hamburg vorgezogene Bürgerschaftswahlen statt. In den USA gehört Social Media mittlerweile zum guten Ton. Wie sieht es aber hierzulande mit dem Einsatz von Social Media Kampagnen aus? Der Auftakt des Wahljahres 2011 ist für Netz-Reputation.de Anlass, einen Blick auf die Social Media Kampagnen der deutschen Parteien werfen.
Die Ausgangslage
Nachdem Ole van Beust im vergangenen Jahr seinen Rücktritt als Oberbürgermeister bekannt gab, dauerte es keine hundert Tage bis die schwarz-grüne Koalition auseinanderbrach und Neuwahlen angekündigt wurden. Die kurze Vorbereitungszeit im Vorfeld der Wahlen stellt die Parteien vor große Herausforderungen. Wer hat im Bereich Social Media Kampagnen seine Hausaufgaben gemacht? Dafür hat Netz-Reputation.de die Parteien und Kandidaten hinsichtlich ihrer Nutzung der wichtigsten Social Media Kanäle überprüft: Gehören Facebook, Twitter und YouTube schon zum handwerkszeug deutscher Parteien?
Social Media Kampagnen der Spitzenkandidaten
Online-Olaf vs. Christoffline: Beim direkten Social Media Vergleich zwischen Olaf Scholz (SPD) und Christoph Ahlhaus steht der Sieger schnell fest: Olaf Scholz gibt sich äußerst Internet-affin. Der ehemalige Bundesminister für Arbeit und Soziales pflegt sehr gewissenhaft und zum Teil mit sehr privaten Einblicken sein Facebook-Profil. Regelmäßige Twitter-Updates gehören ganz selbstverständlich zu seiner Social Media Kampagne. Auch die Genossen von der SPD lassen auf ihren Social Media-Profilen keine Gelegenheit aus, Scholz im Zusammenhang mit den Hamburger Wahlen zu platzieren. Auch auf Youtube präsentiert er sich mit dutzenden von Wahlkampfvideos. Bei der SPD scheint Social Media bereits ein etablierter Kommunikationskanal zu sein.

Social Media affin: Olaf Scholz ganz privat auf Facebook
Bei der CDU, wo man von Social Media noch als “Neue Medien” spricht, tut man sich mit einer umfassenden Social Media Kampagne noch schwer. Ahlhaus, dessen Bekanntheitsgrad geringer ist, als der von Scholz, scheint den Social Media-Kanälen nicht ganz zu trauen. Er verfügt über keinen Facebook-Auftritt, auf Twitter sucht man Ahlhaus vergeblich. Auch bei YouTube finden sich keine aktuellen Beiträge zur Wahl. Einzig über den Auftritt der Hamburger CDU bei Facebook erfährt der Social Media Konsument von Ahlhaus’ politischen Absichten. Mit dieser Social Media Kampagne wird sich Ahlhaus schwer tun, seine online Reputation zu verbessern. Wie sieht es dazu im Vergleich bei den anderen Parteien und Kandidaten aus? weiterlesen »



