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    To blog or not to blog! A Question?

    Fachmedien kämpfen gerade einen langsamen, aber wahrscheinlich tödlichen Kampf gegen das Internet. Blogs heißen die potentiellen Online-Nachfolger der Printmedien. Heribert Prantl prophezeite einst in der Süddeutschen Zeitung das Ende der Printmedien zwischen 2020 und 2050. Dann sollen Online-Publikationen komplett übernehmen. Blogs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. netz-reputation.de geht der Frage nach, ob Blogs wirklich eine Alternative zu den gedruckten Fachmagazinen werden können.

    A (web-)star is born: Verschiebung der Publikationshoheit

    Keiner kann den Siegeszug des Blogs aufhaltenDer Aufstieg der Blogs, besonders in den letzten fünf Jahren, war rasant. Blogforscher Jan Schmidt schätzt die Anzahl deutscher Blogs auf mehrere Hunderttausend – genauer beziffern lässt sich das mangels fehlender Erhebungen bislang nicht. Tausende von Personal-Blogs, dienen einzig der Unterhaltung. Der Nutzen für den Leser ist oft nur für persönliche Bekannte erkennbar. Ein Hinweis dafür, dass das Blog noch nicht die Bedeutung hat, die es für die Medienlandschaft einnehmen könnte. Allerdings findet eine Professionalisierung der Blogosphäre statt. Immer mehr Menschen und Unternehmen haben die wahre Bedeutung des Blogs erkannt: Es erodiert das Publikationsmonopol von Journalisten und Redakteuren. Die Installation eines kostenfreien WordPress-Template reicht aus, um seine persönliche Redaktionskarriere zu starten. Das Blog kommt langsam in der Mitte der Gesellschaft an: Wahlkämpfe von Politikern werden auf Blogs dokumentiert, irokesentragende Internetpunks sind heiß begehrte Fernsehexperten aus einem anderen Medium und Journalisten erkennen Blogs zunehmend als Nachrichtenquelle an.

    Blogs – die neuen Fachmedien im Internet?

    Laut einer Umfrage des Verbandes der deutschen Fachpresse aus dem jahr 2010 lesen immer noch 85 Prozent der deutschen Entscheider regelmäßig Fachmedien im Printformat. Online-Angebote von Fachzeitschriften werden dagegen nur von 40 Prozent genutzt. Die Offline-Leser bekommen allerdings immer weniger zu lesen. Anbieter und Hersteller schalten immer weniger Printanzeigen, die Etats für Online-Werbung dagegen steigen. Die Folge: Viele kleine Fachmedien mit geringer Auflagenzahl können sich nicht auf dem Markt halten.

    Das Blog muss sich die Nachfolgerrolle der Fachmedien erst noch erkämpfen. Es ist bereits auf dem Weg: Einerseits steigert sich die Qualität der Fach- und Corporateblogs, andererseits überlassen Printmedien ihren Online-Konkurrenten gezwungenermaßen immer stärker das Feld. Die Zeichen der Zeit stehen auf Niedergang für die gedruckten Fachmedien: Momentan gibt es noch etwa 3.900 deutsche Fachzeitschriften. Bis 2006 war die Anzahl der Titel im Wachstum begriffen. Dies ist aber vorbei. An der Online-Konkurrenz scheitern viele Fachmedien. Der drastische Rückgang der IT-Fachmedien ist ein Paradebesipiel für diese Entwicklung.

    Blogs: Nutzerorientierte Inhalte

    Die Nachfrage an branchenspezifischer Information wird größer, die Welt spezialisiert sich. Interessengruppen differenzieren sich weiter aus, Wissen und Expertise steigen. Immer mehr Menschen fühlen sich dazu berufen, ihr Wissen zu dokumentieren und weiterzugeben. Fachblogs sprießen wie Pilze aus dem Boden. Der Informationskonsum wird durch Blogs nachhaltig beeinflußt werden. Blogs gelten als persönlicher und authentischer. Blogs regen zum Dialog an, sie durchbrechen die Informationseinbahnstraße vom Publizisten zum Leser. Gerade Unternehmen begreifen das als Chance, um Meinungen ihrer potentiellen Kunden einzuholen und darauf reagieren zu können. Der Einfluss der User steigt, Mundpropaganda ist Gegenstand einer neuen Marketing-Strategie geworden. Die Steuerung von Word-of-Mouth-Marketing, also der Beeinflußung von User-Meinungen ist allerdings noch schwer strategisch umzusetzen und wirft neue Fragen auf. Blogger unterliegen nämlich einem ungeschriebenen Ehren-Kodex: Ihre Veröffentlichungen sind unabhängig und ihre Meinungen nicht käuflich. Dies gilt weniger für Corporate-Blogs, aber sie sollten eine goldene Regel der Netzcommunity beachten: reines Eigen-Marketing kommt nicht gut an. Wer Erfolg haben will, muss Mehrwerte für den Leser liefern!

    Zukunft des Blogs: “Geliked” ist nicht gelogen?

    Bloggte Descartes?Bis die Blogosphäre eine vollwertige Informationsalternative zu den gedruckten Fachmedien wird, muss sich noch einiges tun. Zum einen braucht es ein größeres Angebot an seriösen Blogs, die verlässliche Informationen anbieten. Nur durch Professionalisierung kann über die Blogosphäre eine Alternative zum traditionellen Journalismus enstehen. Die Arbeit von Journalisten wird dadurch sicherlich nicht überflüssig werden, aber eventuell weniger exklusiv. Entscheidend für die Akzeptanz von Blogs wird aber die gesellschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre sein. Die Menschen müssen sich an eine neue Form des Journalismus gewöhnen. Zudem muss das Medium Blog noch mehr in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das kann zunächst nur über die traditionellen Medienkanäle geschehen. Wenn Zeitungen über Blogs berichten, auf deren Informationen zurückgreifen und die glamouröstesten Blogger im Fernsehen als Meinungsführer zu sehen sind, wird die mediale Relevanz des Blogs auch bei den Menschen ankommen. Die Zeit wird es richten: In den nächsten Generationen gibt es fast nur noch Digital Natives. Sie werden sich wahrscheinlich in ihren Blogs über die steinzeitliche Nutzung von Papier als Informationsquelle köstlich amüsieren. Ausschlaggebend ist zu guter Letzt die Rolle der Öffentlichkeit: Wenn Blogs vom Volk für das Volk geschrieben sind, dann unterliegt die Kontrolle der Inhalte ebenfalls dem Volk. Die Öffentlichkeit der Zukunft muss noch kritischer sein als heute, Informationen hinterfragen und seine Rolle als dialogischer Informationsfilter wahrnehmen.  Ob das funktioniert weiß keiner. Vielleicht wird die Wahrheit irgendwann nach dem basisdemokratischen Prinzip des Facebook-Like-Buttoms definiert: Was “geliked” wird, ist wahr!

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    Von Lars Wich

    Silver Surfer – Ein Schatz im Web 2.0

    Silver Surfer: Sie haben Zeit, sie haben Geld und sie leisten sich auch was. Menschen ab 60 sind eine interessante Zielgruppe für PR- und Marketingfachleute. Lang galt das Internet nicht als mögliche Plattform, mit ihnen zu kommunizieren. 1997 waren gerade mal 0,2 Prozent der sogenannten Best Ager im Netz. Doch in den letzten Jahren hat sich viel getan. Inzwischen surfen 28,2 Prozent der über 60-Jährigen im Web.

    Wo finden wir den Schatz der Silver Surfer?

    Doch wo im Netz halten sich Silver Surfer auf? Was beschäftigt sie? Warum gehen sie online und wie können sie erreicht werden? Das Google Keyword-Ranking listet auf, wie oft ein Wort im Monat in das Google-Suchfeld eingegeben wird. Das Ergebnis vermittelt einen ersten Eindruck, wo Silver Surfer zu finden sind:

    Viele Silver Surfer nutzen Foren um sich mit Gleichaltrigen auszutauschen.

    Viele Silver Surfer nutzen Foren um sich mit Gleichaltrigen auszutauschen.

    Silver Surfer in Foren

    Knapp 15.000 Mal wird pro Monat nach Foren für Senioren gesucht. Das Internet ist voll davon. Ob lebensfreude50.de, forum-fuer-senioren.de oder seniorenportal.de, in den Foren geht es vor allem um die gemeinsame Freizeitgestaltung, Partnersuche und das Leben im Alter. Eigene Erfahrungen werden geteilt und oft auch Hilfe erbeten. Foren für Senioren werden von Silver Surfern viel genutzt. Es herrscht rege Diskussion und Kommunikation.

    Blogs von und für Silver Surfer

    Es gibt sie: Blogs von und für Senioren. Silver Surfer teilen ihre Erfahrungen und bieten Hilfestellungen und Erfahrungen für den leichteren Alltag älterer Menschen. Beispiele dafür sind senioren-blog.info oder senioren-blog.net. Hier werden die Bedürfnisse und aktuelle Themen der Silver Surfer publiziert. Blogs bieten eine Chance, mehr über die Interessen der Silver Surfer herauszufinden.

    Silver Surfer – Wie können Unternehmen sie erreichen?

    Ganze 165.000 Mal tippen User pro Monat Best Ager in die Google Suchfunktion. Gesucht wird die Zielgruppe also. Gefunden werden kann sie auch. Aber wie sollte sie angesprochen werden?

    Grob gesagt: klassisch! Anhänger von mobile Kampagnen und Smartphones müssen ihre Ansprüche zurückschrauben. Nur zwei Prozent der Silver Surfer besitzen ein Smartphone. Ein Großteil kann somit weder mit Apps, noch mit QR-Codes erreicht werden. 78 Prozent der Silver Surfer haben aber einen PC Zuhause stehen. Bei 43 Prozent der Befragten bietet der eigene Laptop Zugang zum Internet. Das bedeutet, die meisten Silver Surfer sitzen Zuhause vor dem Rechner und haben Zeit auf Werbeangebote zu klicken. Eine klassische Ansprache wäre zum Beispiel Banner Werbung oder Gutscheinangebote. Aber auch längere Artikel zu Produkten sind denkbar, Silver Surfer auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen.

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    Von Julia Prockl

    And the Oscar goes to… Social Media?

    Die Herkunft der Bezeichnung "Oscar" für die Statue ist umstritten.

    Die Herkunft der Bezeichnung "Oscar" für die Statue ist umstritten.

    In der Nacht von Sonntag auf Montag feierte sich Hollywood bei der 83. Oscar Verleihung selbst. Die Veranstalter gaben sich jung und hip, starteten eine Social Media Offensive mit Facebook, Twitter, Apps & Co. Wir haben uns angeschaut wie das genau aussah und ob es funktionierte.

    Social Media hält Einzug in Oscar Verleihung

    Die Schauspieler James Franco und Anne Hathaway moderierten die diesjährige Oscar Verleihung. Franco, dessen Leistung in 127 Hours nebenbei für den Oscar der besten männlichen Hauptrolle nominiert war, kam schon zur Eröffnung der Show mit gezücktem Smartphone auf die Bühne. Auf seiner Facebook Fanpage postete er im Laufe des Abends zahlreiche Handyvideos mit Einblicken hinter die Kulissen. Auf den offiziellen Facebook und Twitter Profilen der Academy wurden im Laufe des Abends die Oscar Preisträger parallel zur Sendung veröffentlicht.

    Social Media ermöglicht Diskussion über Oscar Verleihung in Echtzeit

    Nicht nur die Hosts und Verantwortlichen twitterten und facebookten von und über die Oscar Verleihung. Schon im Vorfeld versuchten Analysten anhand von Twitter Trends die Preisträger zu bestimmen. Bei zwei der drei größten Awards lagen sie sogar richtig. Ein Social Media Trend, der schon bei den Golden Globes und beim Super Bowl ersichtlich war, setzte sich nun auch bei der Oscar Verleihung fort: Social Media wird zum Second Screen. TV-Shows werden in Echtzeit in Social Media diskutiert. TweetReach zählte fast 1,3 Millionen Tweets zum Thema Oscar Verleihung. Hierzu wurden 20 relevante Begriffe und Hashtags untersucht. Fast 400.000 Twitter Nutzer tauschten sich während der Show aus. Zweimal wurde während der Übertragung das Hashtag #Oscar eingeblendet. Ein Anstieg der Tweets ist auch darauf zurückzuführen. Zu Hochzeiten wurden fast 12.000 Tweets in einer Minute abgeschickt.

    Fazit

    Die Zahlen klingen groß und definitiv wurde Online über die Oscar Verleihung geredet. Der Versuch die Veranstaltung dank Social Media jünger und hipper zu gestalten ist trotzdem gescheitert. Allein weil die Oscar Verleihung sich leidlich für Social Media eignet: Die meisten Gewinner stehen im Vorfeld bereits fest, das ganze Event ist vorhersehbar und “Skandale”, ein wichtiger Aspekt in Social Media, können durch die knapp zeitversetzte Ausstrahlung noch geschnitten werden. Die Social Media Diskussion rund um die Oscar Verleihung blieb so hinter den Erwartungen zurück. Zum einen sind die wahren Twitter Stars eher Musiker als Schauspieler. Lady Gaga und Justin Bieber haben die meisten Follower. Zum anderen hatte der Super Bowl ganz andere Maßstäbe gesetzt: Zum Ende des Spiels wurden mehr als 4.000 Tweets pro Sekunde versandt.

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    Von Sebastian Kahl

    Google Art Project: StreetView nun auch in Museen

    Van Goghs "Sternennacht" in der Standardansicht

    Van Goghs "Sternennacht" in der Standardansicht

    Google launchte gestern das Google Art Project. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des Dienstes StreetView. Die Neuheit: Nutzer begeben sich erstmals in Gebäude. Google kooperierte hierfür mit 17 Kunstmuseen, fotografierte und digitalisierte ausgesuchte Hallen. Mehr als 1.000 Werke von 400 Künstlern warten auf die virtuellen Besucher. Per StreetView-Technik bewegen sich die Nutzer u.a. durch das Metropolitan Museum of Art und MoMA in New York, die Uffizien in Florenz oder durch das Tate Britain in London.

    Ein kleiner Teil der Werke lässt sich über Picasa genauer betrachten. Jedes Museum wählte außerdem ein Bild aus, welches mit “Gigapixel”-Technologie aufgenommen wurde. Mehr als 7 Milliarden Pixel sorgen für ein ultra-hochauflösendes Bild, das wirklich jeden Pinselstrich abbildet. Hintergründe zur Entstehung des Werkes, Informationen zum Autor und Videos runden das Angebot ab. Angemeldete Nutzer können ihre eigene “Kunstsammlung” erstellen. So lassen sich die Lieblingswerke mit Lesezeichen markieren, verschiedene Zoomstufen kommentieren und die Sammlung mit anderen teilen.

    Großartige Details bei den "Gigapixel"-Bildern

    Großartige Details bei den "Gigapixel"-Bildern

    Von Sebastian Kahl

    Internet World Business After Work

    Social Networking findet immer mehr online statt. Die Internet World Business bringt mit ihrer After Work Reihe Networking wieder in die Offline-Welt. Bereits im November letzten Jahres trafen sich mehr als 500 Onliner in Hamburg und München. Beim IWB After Work Event haben die Teilnehmer die Chance, neue Kontakte zu knüpfen, alte zu pflegen oder über die aktuellen Themen der Branche zu diskutieren. Besonderes Highlight ist das Speed Networking. Eine Reihe von Personen sitzt sich gegenüber und tauscht sich, ähnlich dem Speed Dating, mehrere Minuten aus. Eine Glocke signalisiert den Partnertausch. Mitte Februar ist es wieder soweit:

    • 15. Februar 2011 im Stage Club in Hamburg
    • 21. Februar 2011 im P1 in München

    Auf der offiziellen Seite können Sie sich für die nächsten Internet World Business After Work Events anmelden.

    Hier geht’s zu unserem Bericht der letzten Party.

    Wir updaten regelmäßig unseren Eventbereich. Reinschauen lohnt sich!

    Status Flopper

    Es ist wieder die Zeit für gute Vorsätze. Einige Social Media Nutzer sollten sich vornehmen, mit mehr Bedacht ihre Status Updates zu schreiben. Denn auch im neuen Jahr lauern wieder Stolpersteine für die Online Reputation. Weswegen wir weiter unsere Rubrik Status Flopper betreiben und auf diese hinweisen. Heute gibt es ein Update zum Thema Silvester. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

    3. Januar um 15:18 Uhr

    Alex*: Ich hab mir Sylvester vor den Flachbild-Fernseher gekotzt.

    *Name von Redaktion geändert

    Social Media Flops 2010: Ein Jahresrückblick

    Das Jahr 2010 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Grund genug, das Jahr vor unserem inneren Auge Revue passieren zu lassen. Wir küren an dieser Stelle die größten Social Media Flops des Jahres und betrachten deren Auswirkungen auf das Online Reputation Management.

    Social-Media-Debakel für Konstantin Neven DuMont

    Konstantin Neven DuMont

    Konstantin Neven DuMont

    Konstantin Neven DuMont postete vermutlich unter verschiedenen Pseudonymen teils unruhestiftende Kommentare im Blog des Journalisten Stefan Niggemeier. Niggemeier wirft Konstantin Neven Dumont eine systematische Störung vor, in der eine Vielzahl nicht existierender Kritiker simuliert wird. Selbstverständlich streitet der Verleger dies zunächst ab. Als Niggemeier die Kommentare eindeutig auf DuMont’s Rechner zurückführt, wird dieser wegen seines Social Media Fauxpas “auf eigenen Wunsch” beurlaubt und von seinen Aufgaben im Verlag  entbunden. Am 6.12. wird er schließlich aus dem Vorstand abberufen.

    T-Online gefährdet seine Online Reputation

    T-Online wiederum täuscht die Kunden in seinem Shoppingportal mit gefälschten Produkt-Bewertungen. Das Unternehmen erteilte der Agentur Textprovider den Auftrag zur Erstellung authentischer Beiträge. Durch das Vortäuschen eines konstruktiven Kundendialogs sollte das Shopping-Portal aufgewertet werden. Auf eine große Social Media Kompetenz deutet dieses Verhalten nicht hin. Inzwischen sind die Texte aus der Einkaufswelt verschwunden. Der Konzern weißt ausdrücklich auf die Unabhängigkeit der Einkaufswelt in Geschäftsbeziehungen hin und spricht außerdem von einer übereifrigen Agentur. Ist es schlimmer Bewertungen zu fingieren, oder sich dabei erwischen zu lassen? weiterlesen »

    10 Schritte ins Social Web: Social Media Conference München

    Auf der ersten Social Media Conference in München wurde getweetet und gepostet was das Zeug hält. Live-Streaming, Vorträge und Twitterwall – alles live, bunt und in Farbe. Der Tod von Krake Paul und der Zusammenbruch des hoteleigenen WLAN-Netzes überschatteten zwar den zweiten Konferenztag – aber die zum Teil sehr unterhaltsamen Beiträge machten das auf jeden Fall wieder Wett.

    Social Media und Change

    Als Vertreterin der Agenturbranche und Geschäftsführerin von consense communications war ich gestern zur Podiumsdiskussion über die Auswirkungen von Social Media auf die Unternehmensorganisation geladen. Gemeinsam mit Dr. Nadja Papert (virtual identity), Sean MacNiven (SAP), Christian Solmecke (Rechtsanwalt), Ergin Lyilikci (Scout24) und dem Moderator Prof. Dr. Klemens Skibicki (Deutsches Institut für Recht und Kommunikation im Internet) diskutierten wir über notwendige Strukturen und Prozesse im Unternehmen sowie Anforderungen an die Mitarbeiter. Fakt ist: Was zur Einführung von Social Media Kommunikation konkret notwendig ist, richtet sich ganz nach den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Unternehmens. Das macht die Sache schwierig. Doch die Erfahrungen von erfolgreich im Social Web agierenden Unternehmen zeigen, dass es Schritt für Schritt möglich ist. weiterlesen »

    Kampf um Stuttgart 21 tobt auch im Internet: Wie Befürworter und Gegner Social Media nutzen

    Seit Wochen gehen Tausende auf die Straße, um für oder gegen das Großprojekt Stuttgart 21 zu demonstrieren. Aber nicht nur dort tobt der Kampf um den Bahnhofsumbau, auch im Internet wird heftig diskutiert. Die Social Media Kanäle sind voll mit Stuttgart 21. Zehntausende bekunden emotionsgeladen auf Facebook ihre Zu- oder Abneigung. Wenn es in Stuttgart gerade hochhergeht, kommt auch Twitter in Fahrt. Anschließend lassen sich die Geschehnisse auf YouTube nachverfolgen. Social Media spielt im Kampf um Stuttgart 21 eine wichtige Rolle. Das zeigt auch ein Blick auf die Ausschreitungen vom 30. September. weiterlesen »

    15 Jahre Online-Shop neckermann.de – die wahre Geschichte

    15 Jahre neckermann OnlineGestern feierte der Online-Shop neckermann.de sein 15jähriges Jubiläum. Viele dieser Jahre haben wir als Agentur den Online-Shop begleitet und waren Zeuge, wie die wachsende Bedeutung des Internets das Versandhandelsgeschäft nachhaltig beeinflusste. Dieser Beitrag erzählt die wahre Geschichte über neckermann.de. Es ist die Geschichte eines Online-Shops, der mit seinen Innovationen der Zeit immer wieder voraus war.

    neckermann.de ErlebnisWelt – die Anfänge von Social Media

    Lange bevor Begriffe wie Web 2.0, User Generated Content oder Social Media auftauchten, setzte neckermann.de auf interaktive Kundenansprache. Im September 2002 führte der Online-Shop seine ErlebnisWelt ein. Sie war als Instrument zur Kundenbindung und Kundengewinnung gedacht -  und ist es noch heute. Das Konzept: So wie wir es heute vom Web 2.0 kennen, wurden die User aktiv in die Kommunikation eingebunden und konnten selbst Content beisteuern in Form von Videos und Fotos. Vor Jahren hat neckermann.de damit bereits zum Teil mehrere tausend User aktivieren können – eine Zahl, von der so manche Web 2.0 Aktion heute noch träumt.

    neckermann.de ErlebnisWelt – Erlebnisse, die verbinden

    Tapetenwechsel mit Sonya Kraus

    ErlebnisWelt Aktion "Tapetenwechsel mit Sonya Kraus" (TV Neu)

    Eine der ersten Community-Aktionen 2002 war ein Live-Chat mit Star-Friseur Gerhard Meir – für uns als Agentur übrigens ein äußerst amüsantes Unterfangen. Im gleichen Jahr konnten User ganz im Sinne von User Generated Content ihre Lieblingsrezepte einschicken. Daraus entstand Redzepte, das erste Kundenkochbuch eines Versandhändlers. In 2003 fand die Aktion Tapetenwechsel mit Sonya Kraus statt. Noch bevor die TV-Moderatorin ihre eigene Heimwerkershow auf Pro7 startete, renovierte sie das Wohnzimmer eines ErlebnisWelt Gewinners. Der Gewinner hatte sich mit einem Bild und einer guten Begründung beworben und war mittels Voting gewählt worden. 2005 startete neckermann.de das erste Online-Casting in der ErlebnisWelt. In Zusammenarbeit mit der Model Agentur Model Management Heidi Gross aus Hamburg wurde die deutsche Vertreterin des Elite Model Look gesucht, die am internationalen Finale in Shanghai teilnehmen durfte. Interessierte Nachwuchsmodels konnten ihre Bewerbungen mit Foto und Videos auf die ErlebnisWelt stellen. Zehn Bewerberinnen wurden zum finalen Deutschland-Casting nach Frankfurt ins neckermann.de Fotostudio eingeladen. 2006 und 2007 wurde das Elite Model Look Online-Casting erfolgreich wiederholt.


    Im Jahr 2006 wurde der Wettbewerb übrigens mit großer Resonanz auch für männliche Models ausgerichtet.

    neckermann.tv – erste deutsche TV-Show im Internet

    Auch in Sachen Web-TV war der Online-Shop neckermann.de klarer Innovationsführer. Mit Testimonial Thomas Gottschalk ging neckermann.tv im Herbst 2005 als erste deutschsprachige Web-TV Serie auf Sendung. Der Entertainer kickte mit Fußball-Weltmeisterin Steffi Jones, kochte mit Spitzenkoch Martin Baudrexel und berichtete live vom deutschen Finale des Elite Model Look Wettbewerbs. Die Sendungen der ersten Staffel konnten als Video-on-Demand unter www.neckermann.tv (URL heute nicht mehr aktiv) jederzeit abgerufen werden.

    Die zweite Staffel 2006 moderierte Comedian Mirja Boes. Unter dem Motto Frauen möbeln Männer auf wurden Männer gesucht, die ihr Wohnzimmer von einer Frau mit neckermann.de aufmöbeln lassen und Frauen, die ihr Einrichtungsgeschick beweisen wollten. Jeder konnte sich – ganz im Sinne von Web 2.0 – mit witzigen Videos oder Fotos auf der ErlebnisWelt bewerben. Das Publikum stimmte online über die besten Einsendungen ab und wählte drei Finalistinnen und einen Finalisten für die TV-Show aus. Damit verband neckermann.de erstmals TV-Inhalte mit User Generated Content. Mit der zweiten Web-TV Staffel war neckermann.de ebenfalls ein Vorreiter im Bereich Branded Entertainment – der sinnvollen Verbindung zwischen werblichen und unterhaltenden Medieninhalten.

    15 Jahre Online-Shop neckermann.de: Wir gratulieren

    Genauso ist es gewesen: Bevor es das Web 2.0 gegeben hat, war neckermann.de schon mitten drin. Dem eiligen Leser möchten wir an dieser Stelle die ausführliche Beschreibung anderer Innovationen ersparen, wie z.B. erster Versandhändler mit Shopping via PDA, erster Werbespot mit integrierter Produktbestellung, erster Händler mit interaktivem TV-Shopping. Auch die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die der Online-Shop gewonnen hat, bedürfen keiner weiteren Worte. Wir wünschen an dieser Stelle dem gesamten Team von neckermann.de „Happy Birthday“ Feiert schön! Wir werden auf euch anstoßen. Und auch andere Weggefährten wünschen euch alles Gute!

    Herzlichen Glückwunsch neckermann.de! Als “Geburtshelfer” der ersten Stunde freut es mich sehr, diese 15-jährige Erfolgsgeschichte miterleben zu dürfen. Zum Start am 19.9.1995 musste damals noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass Internet ein zukunftsträchtiges Medium sein wird. Es ist schön zu sehen, dass das – schon aufgrund des Namens – heute niemand mehr bezweifelt. Aber bis des hierzu kam, waren einige Herausforderungen zu meistern. Gestartet hat neckermann.de 1995 mit ungeheuerlichen 9 Produkten im Angebot, die online bestellt werden konnten. Eigentlich sollten es ja 10 werden, aber kurzfristig wurde entschieden, das Angebot um einen Wecker (genauer gesagt einen Star-Trek-Wecker) zu reduzieren. Und auch die erste Bestellung über neckermann.de sollte nicht unerwähnt bleiben: Es war eine Timex-DataLink-Armbanduhr. Schon früh hat neckermann.de Trends gesetzt, ob das nun ein “Chat” (in 1997), ein “Bundesliga-Tippspiel” (in 1998), eine “virtuelle Anprobe” (in 2001) oder eine Community (in 2004) war. Liebes neckermann.de … Lass dich schön feiern und immer schön Umsatz machen … Daniel Rebhorn, DMC

    Herzlichen Glückwunsch neckermann.de! Ein tolles miteinander und füreinander hat als unternehmensübergreifendes Team enormes geleistet und dies nicht einmal oder zweimal sondern täglich über Jahre hinweg. So haben wir alle unseren Teil dazu beigetragen, dass durch Mut für Innovationen und akribisches Testen sich der Newsletter als wichtig und umsatzrelevant etabliert hat. Wer hätte vor Jahren daran gedacht, dass wir heute jedem Einzelnen genau seinen auf ihn zugeschnittenen individuellen Newsletter zusenden können? Niemand. Aber wo unser gemeinsamer Wille, da gibt’s auch einen Weg! Klaus Artmann, Mission One

    “Happy Birthday, Neckermann! Ich weiß noch genau, wie freudig ich als Kind stundenlang den neuen Katalog durchblättert habe. Und wie glücklich ich später beim Auspacken des randvollen Paketes war. Danke!” Martina Ochs, Gala

    Liebe Neckermänner, 15 Jahre dauert Euer beherzter Ausflug in die Online-Welt nun an. Und wie das Internet, so habt auch Ihr euch dabei immer schnell bewegt, für Dynamik und Aufsehen gleichermaßen gesorgt. Und immer hattet Ihr dabei eine Nase für die aktuellen Trends – im Sortiment wie insbesondere auch auf der eigenen E-Commerce-Plattform. Dass wir dabei immer wieder, für beide Seite lehrreiche, Berührungspunkte gefunden haben, freut mich bis heute. In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg bei den zukünftigen Aufgaben und Entwicklungen! Herzlichst! Ossi Urchs, F.F.T. MedienAgentur

    “Herzlichen Glückwunsch Neckermann…es war toll mit euch zu arbeiten!” Mirja Boes