App
App steht für Applikation, also für Software-Anwendung. Zumeist werden damit kleine, eigenständige Programme für Smartphones bezeichnet. Apps werden über einen Onlineshop direkt auf das Smartphone geladen. Apple war der erste Anbieter, der mit seinem iPhone auf Apps setzte. Mittlerweile haben auch andere Smartphonehersteller eigene App-Stores. Beliebte Apps zeigen etwa mit wenigen Klicks die günstigste Tankstelle in der Nähe an. Apps gibt es nicht nur auf Smartphones. Auch auf Facebook können Nutzer auf Apps zurückgreifen, etwa in Form von Quizzen, deren Ergebnisse mit Freunden geteilt werden können.
Augmented Reality
Augmented Reality lässt sich am besten an einem Beispiel erklären: Wenn etwa bei einer Fernsehübertragung vom Skispringen virtuell die Bestweite angezeigt wird, dann ist das Augmented Reality. Man spricht hier auch von computergestützter Wahrnehmungserweiterung. Augmented Reality wurde bislang z.B. in Kampfjets oder in Krankenhäusern eingesetzt. Dank internetfähiger Handys wird Augmented Reality auch für Endverbraucher interessant.
Blog
Ein Blog ist eine Art öffentlich einsehbares Tagebuch, das auf einer Website geführt wird. Blogeinträge können aus Texten, Bildern, Videos, Comics oder ähnlichem bestehen. Weltweit gibt es etwa 200 Millionen Blogs. Sie sind meist endlos und größtenteils personal, d.h. die Blogger schreiben über ihre eigenen Erlebnisse. Non-personal Blogger kommentieren ausgewählte Themen und bloggen, um Informationen zu liefern und andere an ihrem (Fach-)Wissen teilhaben zu lassen. Netz-Reputation ist ein solches Blog.
Employer Branding
Ziel des Employer Brandings ist, ein Unternehmen als Arbeitgebermarke zu etablieren. Marketingkonzepte werden hier auf Unternehmen angewandt. Unternehmen hoffen so leichter Mitarbeiter zu finden. Außerdem soll Employer Branding für eine erhöhte Identifikation der Belegschaft mit dem Unternehmen führen. Studien zeigten, dass sich durch Employer Branding das Unternehmensklima verbesserte und die Mitarbeiterbindung erleichtert wurde. In unserem Blog haben wir dem Thema Employer Branding mit Social Media (LINK) eine eigene Artikelreihe gewidmet.
Location Based Services
Location Based Services (LBS) sind mobile Dienste, die per Smartphone den aktuellen Standort des Nutzers erfassen. Er wird dann vom spezifischen Dienst mit geeigneten lokalen Informationen versorgt, z.B. über nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants oder Cafés. Nach einer Studie des US-Marktforschungsinstituts Jupiter Research wird der weltweite Markt für LBS in 2014 auf rund 13 Mrd. US-Dollar geschätzt, die höchsten Erlöse davon in Westeuropa. Foursquare und Gowalla sind die derzeit führenden Location Based Services. Facebook startete vor einiger Zeit seinen eigenen LBS Facebook Places.
Mikroblogging
Mikroblogging bezeichnet eine Form des Bloggens, bei der die Zeichenanzahl stark eingeschränkt ist. Während Weblogeinträge prinzipiell endlos sind, liegt die Obergrenze bei Mikroblogdiensten in der Regel bei ca. 200 Zeichen. Marktführer Twitter erlaubt bspw. nur 140 Zeichen. Ähnlich einem richtigen Blog werden Einträge der Nutzer chronologisch aufgeführt.
Micropayment
Micropayment (übersetzt etwa Kleinbetragzahlungen) bezeichnet jegliche Transaktionsgeschäfte mit einem Gegenwert von weniger als 5 Euro. Micropayment im Internet ist durch die steigende Bedeutung des E-Commerce wichtiger geworden. So bezeichnet man z.B. das Kaufen einzelner Songs auf Musikbörsen als Micropayment. Dienste wie Flattr ermöglichen es Nutzern, mit wenigen Klicks für Inhalte wie Blogbeiträge oder Videos zu bezahlen. Allerdings geht das nur auf Webseiten, die am Flattr-Programm teilnehmen.
Online Reputation Management
Online Reputation Management, kurz ORM, beschreibt alle Aktivitäten, die sich mit dem Monitoring, der Analyse und dem Managen von Veröffentlichungen über eine Privatperson, eine Organisation oder ein Unternehmen im Internet beschäftigen. ORM reicht von der Überprüfung der Suchmaschinenergebnisse, Foren und Blogs über Kampagnen in Social Media wie Facebook oder Twitter bis hin zur aktiven Steuerung von Meinungen. ORM ist besonders in Krisensituationen wichtig. Im Internet wird über Unternehmen geredet, mit oder ohne diese. Unternehmen können frühzeitig auf negative Stimmung im Internet aufmerksam werden und können entsprechend gegensteuern.
Plug-in
Ein Plug-in ist eine Erweiterung einer Standardsoftware. Es wird über eine Datenschnittstelle (API) in ein anderes Programm eingebunden (bspw. WordPress, Facebook oder Twitter) und erweitert die Funktionalitäten dieses Programms. So kann in WordPress-Blogs automatisch Twitter integriert werden, in Facebook Spiele und Tests. Plug-ins werden von engagierten Entwicklern bereitgestellt (teils gegen Entgelt) und können von Websitebetreibern mit wenigen Klicks eingebaut werden.
Podcast
Der Begriff Podcast setzt sich aus iPod und Broadcasting zusammen. Er steht sinngemäß für ein Hörstück und bezeichnet meist eine Serie von Medienbeiträgen, die im Internet angehört (gestreamt) oder runtergeladen werden. Podcasts werden in der Regel automatisch über einen Feed bezogen werden. Podcasts können als Radiosendungen verstanden werden, die zeitunabhängig gehört werden. Handelt es sich um Videobeiträge spricht man von einem Vodcast.
Search Engine Optimization (SEO)
Search Engine Optimization (SEO) wird auf Deutsch als Suchmaschinenoptimierung bezeichnet. Webseiten werden dahingehend optimiert, dass sie in Ergebnislisten der Suchmaschinen höhere Ränge belegen. Um das zu erreichen, werden die Techniken der Suchmaschinen untersucht. Eine wichtige Technik der Suchmaschinenoptimierung ist das Keywording. Mit speziellen Tools (etwa dem Google Keyword-Tool) kann das Suchvolumen zu verschiedenen Begriffen ermittelt werden. Auf Basis dieser Untersuchung werden dann Suchbegriffe ausgewählt und die Inhalte der Webseite auf diese angepasst. Durch die häufige Verwendung der Suchbegriffe auf der Seite (optimal sind 2-7%) wird diese bei einer entsprechenden Suche in der Ergebnisliste höher gerankt. Aber Achtung: Suchmaschinen verfahren nach teils unbekannten Algorithmen, Suchmaschinenoptimierung ist also immer auch „trial-and-error“.
Social Bookmarking
Social Bookmarking ist eine Weiterentwicklung des traditionellen Bookmarkings. Dort konnten Nutzer nur privat in ihrem Browser Webseiten mit einem Lesezeichen markieren, um diese schnell wiederzufinden. Nun ermöglichen Social Bookmarking Dienste wie delicious und mr. wong, diese Lesezeichen anderen Internetnutzern zugänglich zu machen. Nutzer speichern ihre Links in ihrer persönlichen Bibliothek, können sie verschlagworten und kategorisieren. So können andere Nutzer der Dienste diese Lesezeichen einsehen und die betreffenden Seiten finden.
Social Media
Social Media bezeichnet eine Vielzahl von Medien, etwa soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften, die als Plattformen für gegenseitigen Austausch und die virtuelle Pflege von Kontakten dienen. Sie haben zumeist relativ geringe oder keine Eintrittsbarrieren, so dass Inhalte (fast) jeder Art problemlos verbreitet werden können. Dialog und Interaktivität der Nutzer stehen im Mittelpunkt der Social Media. Beispiele für Social Media-Anwendungen sind Weblogs, Soziale Netzwerke wie Facebook, Wikis oder auch Bewertungsportale.
Social Media Monitoring
Für ein erfolgreiches Online Reputation Management ist zunächst ein Social Media Monitoring nötig. Unternehmen können mithilfe kostenloser Internet-Tools oder professioneller Dienstleister erfahren, worüber Social Media Nutzer in Verbindung mit dem Unternehmen sprechen. Hierzu müssen nutzergenerierte Inhalte in sozialen Netzwerken, Blogs oder Foren identifiziert, beobachtet, kategorisiert und analysiert werden. Das Pharmaunternehmen Bayer bspw. fand dank Social Media Monitoring heraus, dass ihr Kopfschmerzmittel Aspirin bei Rückenschmerzen gute Ergebnisse lieferte. Forennutzer hatten sich über diese Verwendungsform ausgetauscht. Bayer stellte daraufhin ihre Marketingstrategie um und bewirbt Aspirin seither auch als Rückenschmerzmittel.
Social Networking
Social Networking bezeichnet die Kontaktpflege in sozialen Netzwerken. Marktführer der sozialen Netzwerke ist Facebook mit mittlerweile fast 600 Millionen Mitgliedern. Social Networking wird eine stetig wachsende Bedeutung zugeschrieben, auch im Beruf. Soziale Netzwerke wie XING und LinkedIn sind auf berufliche Kontaktpflege spezialisiert.
Twitter ist ein soziales Netzwerk, das sich auf das Senden von Kurznachrichten via Internet (Mikroblogging) spezialisiert hat. Jeder Benutzer verfügt über ein Profil und eine Seite, auf der er die Möglichkeit hat, Meldungen von bis zu 140 Zeichen (Tweets) zu posten. Nutzer können anderen Nutzern folgen, d.h. seine Nachrichten lesen und mitverfolgen. Anders als Freundschaften bei Facebook ist das Folgen auf Twitter einseitig, d.h. Nutzer A kann Nutzer B followen, ohne dass B auch A folgen muss. Neben privater Nutzung hat Twitter inwischen auch eine große Bedeutung im Marketing- und PR-Bereich. Unternehmen nutzen Twitter, um Unternehmens- und Produktmeldungen zu verbreiten. Außerdem treten Unternehmen über Twitter mit ihren (potentiellen) Kunden und Journalisten in Kontakt. Der Social Media Dienst wird von Nutzern häufig zum Beschwerdemanagement genutzt.
User Generated Content
Klassische Medien wie Printmagazine werden von professionellen Redaktionen erstellt. Das Internet hingegen bietet inzwischen viele Partizipationsmöglichkeiten (Social Media) für Nutzer, die keine ausgebildeten Redakteure sind. Auf YouTube etwa kann jeder selbstgedrehte Videos veröffentlichen, auf Wikipedia Artikel schreiben und bearbeiten. Diese Art von Website-Inhalten nennt man User Generated Content (UGC). Blogs und deren Kommentare sind das Paradebeispiel für UGC.
Web 2.0
Web 2.0 steht für sämtliche interaktive und kollaborative Elemente des Internets. Die Begriffe Web 2.0 und Social Media werden heute häufig synonym verwand. Der Begriff Web 2.0 grenzt die neue Generation des World Wide Webs von seiner früheren Nutzungsart ab, bei der Leser nur konsumiert, selber aber selten oder nie Inhalte produziert haben. Im so genannten Web 2.0 können User mit wenig technischem Know-how Content publizieren (User Generated Content), indem sie diesen z.B. auf einer gemeinsamen Plattform wie Flickr oder YouToube zur Verfügung stellen.
Web 3.0
Unter Web 3.0 versteht man die Weiterentwicklung des Web 2.0. Web 3.0 ist die Verbindung von Semantischem Web und Web 2.0 (siehe oben). Ersteres versucht Ergebnisse der Internetsuche zu verbessern. Es erscheint dabei keine Liste von Websites mehr, die den gesuchten Begriff enthalten. Vielmehr soll sofort die Antwort geliefert werden. Sucht man „Zweiter Präsident der USA“ interpretiert die semantische Suchmaschine die Frage selbst und zeigt direkt Seiten zu John Adams an. Dabei greift die Suchmaschine auf das gesammelte Wissen zurück, das User online gestellt haben (Web 2.0).
Widget
Widget ist ein Kunstwort aus den beiden Begriffen Wi(ndow) und (Ga)dget. Es ist ein kleines grafisches Fenster auf einer Website, hinter dem sich eine Verknüpfung zu einem anderen Programm verbirgt. Die bekannteste Widgets sind RSS-Feeds, Social Bookmarks, Wetterkarten oder auch der “Gefällt mir” Button von Facebook.
Wiki
„Wiki“ stammt aus dem Hawaiianischen und bedeutet schnell. Ein Wiki im Internet bezeichnet ein System von Websites, die Nutzer nicht nur lesen, sondern auch bearbeiten können. Im Mittelpunkt steht der Wissensaustausch durch das gemeinsame Erstellen der Seiten. Bestes Beispiel ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia.



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