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	<title>Netz-Reputation: Blog zu Online Reputation Management</title>
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	<description>Gestalten und Managen digitaler Identitäten</description>
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		<title>Social Media Kampagne als Instrument für NGOs &#8211; Mit Hashtag helfen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika Sickinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Kampagne]]></category>
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		<description><![CDATA[NGOs nutzen Social Media bereits seit Jahren aktiv für ihre Kommunikation. Kampagnen zu Themen wie Umwelt- und Artenschutz, Klimawandel oder Menschenrechte erreichen über Facebook&#38;Co. ein Millionenpublikum. Jetzt hat der gemeinnützige Münchner Verein KOFRA &#8211; Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation e.V. die Twitter-Kampagne #ichhabnichtangezeigt ins Leben gerufen, bei der es um das Tabuthema sexueller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/Social-Media-NGO.jpg"><img class="alignnone  wp-image-5467" title="Social Media Kampagnen für NGOs" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/Social-Media-NGO-e1337172780667.jpg" alt="Twitter-Kampagne #ichhabnichtangezeigt " width="600" height="200" /></a></p>
<p>NGOs nutzen Social Media bereits seit Jahren aktiv für ihre Kommunikation. Kampagnen zu Themen wie Umwelt- und Artenschutz, Klimawandel oder Menschenrechte erreichen über Facebook&amp;Co. ein Millionenpublikum. Jetzt hat der gemeinnützige Münchner Verein KOFRA &#8211; Kommunikationszentrum für Frauen zur Arbeits- und Lebenssituation e.V. die Twitter-Kampagne #ichhabnichtangezeigt ins Leben gerufen, bei der es um das Tabuthema sexueller Missbrauch geht. Vorbild waren Kampagnen in England <a href="http://londonfeminist.com/site/ididnotreport-webelieveyou/" target="_blank">#ididnotreport</a> und Frankreich <a href="http://pasdejusticepasdepaix.wordpress.com/" target="_blank">#jenaipasportéplainte</a>. Wie kann eine Social Media Kampagne zu einem Tabuthema funktionieren? Ein Kampagnen-Check:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Social Media und Tabus</strong></h2>
<p>Via Twitter, Facebook und Blog gibt die Kampagne <a title="http://ichhabnichtangezeigt.wordpress.com/" href="http://ichhabnichtangezeigt.wordpress.com/" target="_blank">#ichhabnichtangezeigt</a> Opfern von sexuellem Missbrauch eine Stimme. Bis Ende Mai können betroffene Frauen und Männer ihre Erfahrung auf Social Media Plattformen anonymisiert teilen. Die Initiatoren wollen der vorherrschenden Schweigekultur den Kampf ansagen, das  Tabu brechen und mehr Opfer zu einer Anzeige ermutigen. Dabei räumen sie gleichzeitig mit einem großen Vorwurf von Social Media Kritikern auf: Social Media ist nicht nur stupider Zeitvertreib, sondern kann auch ernst und tiefgründig sein. Und dabei vielleicht sogar die Welt verbessern.</p>
<h2><strong>Social Media – Nur oberflächliche Plattformen?</strong></h2>
<p>Social Media Plattformen und ihren Benutzern werden nicht selten Selbstdarstellungsdrang, Oberflächlichkeit, Schnelllebigkeit, Ignoranz und fehlender Tiefgang  vorgeworfen. Anfang diesen Jahres rief so zum Beispiel der Hype um <a title="http://www.netz-reputation.de/2012/03/kony-2012-ein-youtube-video-fur-mehr-gerechtigkeit/" href="http://www.netz-reputation.de/2012/03/kony-2012-ein-youtube-video-fur-mehr-gerechtigkeit/" target="_blank">Kony2012</a> starke Kritik hervor: Inhalte würden kopf- und gedankenlos geteilt, Themen würden nur angekratzt, jeder könne die niedrige „Shareschwelle“ nutzen, um eine Masse von Menschen für ihr Anliegen zu gewinnen – und das schnell, einfach und unreflektiert via Social Media.</p>
<p>Doch so schnell wie der Hype gekommen ist, ist er auch schon wieder vergessen. Durch die Informationsflut, zum Beispiel auf Twitter, werden Inhalte nur oberflächlich rezipiert, private Leeraussagen mischen sich mit Empörung in 140 Zeichen und gerade Gelesenes wird sofort von neuer Information überlagert. Ein weiterer Vorwurf von all denjenigen, die Tiefgründigkeit in den Tiefen der Informationsflut und Weitsicht in den Weiten der Weblandschaft suchen.</p>
<h2><strong>Sharing is Caring – Auch echte Weltverbesserer tummeln sich auf Facebook und Co.</strong></h2>
<p>Ist das das Ende der Ernsthaftigkeit? Nein, beweist die brandaktuelle Kampagne, die gerade in Deutschland auf <a title="https://twitter.com/#!/search?q=%23ichhabnichtangezeigt" href="https://twitter.com/#!/search?q=%23ichhabnichtangezeigt" target="_blank">Twitter</a>  und <a title="https://www.facebook.com/ichhabnichtangezeigt" href="https://www.facebook.com/ichhabnichtangezeigt" target="_blank">Facebook</a>  um sich greift. Die Aktion #ichhabnichtangezeigt ist ein Paradebeispiel dafür, dass mit Shares, Tweets und Hashtags die Welt ein kleines Stückchen gerechter – oder hier aufgeklärter &#8211; werden kann.</p>
<p>Obwohl &#8211; oder gerade weil? &#8211; Vergewaltigung nicht gerade ein Thema ist, das „gesellschaftsfähig“ ist, erfährt die Social Media Kampagne #ichhabnichtangezeigt eine unglaubliche Resonanz. Bereits hunderte Erfahrungsberichte sind bei Sabina Lorenz und ihren Kolleginnen des „Aktionskreises gegen sexualisierte Gewalt“ eingegangen, das Hashtag wird häufig getweetet und geshared. Artikel auf <a href="http://www.emma.de/ressorts/artikel/vergewaltigung/ich-habe-nicht-angezeigt-weil/" target="_blank">EMMAonline</a> und in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/internetaktion-ichhabnichtangezeigt-opfer-brechen-ihr-schweigen-1.1355231" target="_blank">Süddeutschen Zeitung</a> beweisen, dass der Sprung von Social Media (sogar <a href="http://pinterest.com/pin/260364422177642034/" target="_blank">Pinterest</a>!) zu „echtem“ Medienecho für ernsthafte Themen doch nicht so weit ist.</p>
<h2><strong>Erfolgreiche Social Media Kampagnen gegen sexuelle Gewalt in Europa</strong></h2>
<p>Die Vorbilder für die Kampagne in Großbritannien (<a href="http://londonfeminist.com/site/ididnotreport-webelieveyou/" target="_blank">#ididnotreport</a>) und Frankreich (<a href="http://pasdejusticepasdepaix.wordpress.com/" target="_blank">#jenaipasportéplainte</a>) sorgten für noch größeres Aufsehen. In Frankreich gingen unfassbare 70.000 Erlebnisberichte von Opfern  von sexueller Gewalt ein. Viele Twitterer aus allen beteiligten Ländern tweeten nicht nur den jeweiligen Hashtag der Aktion ihres Landes, sondern die Hashtags in allen Sprachen. So verbreitet sich auch die deutsche Kampagne über die nationalen Grenzen hinaus weiter. Das Thema wurde in den Vorreiter-Ländern von den größten Tageszeitungen und sogar im TV aufgegriffen. In Schweden, Italien und Spanien sind bereits weitere Kampagnen in Arbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>5 Gründe für den Erfolg der Social Media Kampagne #ichhabnichtangezeigt</strong></h2>
<p>Warum funktioniert genau diese Social Media Kampagne – trotz Tabu?</p>
<ol start="1">
<li><strong>Anonymität</strong>: Die häufig kritisierte Anonymität der Nutzer wird hier bewusst hergestellt und ist wichtiger Schutz für die Betroffenen. Sie können ihre Geschichte erzählen, ohne sich vor Familie, Bekannten und der Öffentlichkeit zu outen. Die Hemmschwelle ist niedriger.</li>
<li><strong>Sensibilität:</strong> Das Thema wird mit dem nötigen Feingefühl angegangen. Der Kampagnenbegleitende Blog thematisiert die Schwere des Vergehens und beschreibt, mit welchen Ängsten Opfer kämpfen. Eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Triggerwarnung" target="_blank">Trigger-Warnung</a> warnt davor, dass Inhalte und Posts zu einer Retraumatisierung beitragen können und schützt Betroffene.</li>
<li><strong>Keine Provokation:</strong> Anders als zum Beispiel bei vielen Greenpeace-Aktionen kommt die Kampagne komplett ohne (scheinbar) massenwirksame Skandalisierung und Provokation aus. Kein angsteinflößendes Video, keine weinenden Menschen. Klare Fakten und relativ neutral gehaltene Aussagen von Opfern spielen die Hauptrolle. Sind eingeschickte Erlebnisberichte zu detailliert, werden sie gekürzt oder entschärft. Gerade die Tatsache, dass die Kampagne nur sehr gering emotional aufgeladen ist (anders als Kony2012) lässt das Problem noch realer wirken und trägt zur Seriosität der Kampagne und damit zur hohen Teilbereitschaft bei.</li>
<li><strong>Weitsicht:</strong> Die Kampagne hat eine klare Struktur mit genau definierten Zielen. Kurzfristig soll sie den Opfern eine Stimme geben und Aufmerksamkeit erregen. Langfristig soll die Kampagne eine Diskussion starten und dazu beitragen, das Thema sexuelle Gewalt zu enttabuisieren. Die Aktivistinnen wollen letztendlich die Hemmschwelle zur Anzeige und somit die Dunkelziffer von sexueller Gewalt senken. Die klare, einfache Konzeption und eine durchdachte, weitsichtige Zielsetzung tragen maßgeblich zum Erfolg der Kampagne bei.</li>
<li><strong>Einfachheit:</strong> Die Initiatoren machen sich die einfache Teilfunktion via Twitter und Facebook zunutze. Das Hashtag #ichhabnichtangezeigt ist aussagekräftig. Das Blog der Kampagne ist nutzerfreundlich und schnörkellos.</li>
</ol>
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		<title>Medienportal VOCER: Erst denken, dann reden</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 13:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Trachte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Portal]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es so etwas wie eine „Slow Media Bewegung“? Wenn ja, dann kann VOCER als ihr deutscher Pionier verstanden werden. In dem journalistischen Tagesgeschäft geht es schnelllebig zu – online um so mehr. In der Medienbranche und in Zeiten von Social Media geht es darum, lautstark auf sich aufmerksam zu machen. Im Gegensatz dazu versteht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es so etwas wie eine „Slow Media Bewegung“? Wenn ja, dann kann VOCER als ihr deutscher Pionier verstanden werden. In dem journalistischen Tagesgeschäft geht es schnelllebig zu – online um so mehr. In der Medienbranche und in Zeiten von Social Media geht es darum, lautstark auf sich aufmerksam zu machen. Im Gegensatz dazu versteht sich das Medienportal VOCER als eine Plattform, wo entschleunigte, hintergründige Reflexion und Medienkritik stattfindet. Mit dem Slogan „Medien.Kritik.Debatte“ ist das Non-Profit-Portal am 31. Januar gestartet. Nach eigener Aussage finanziert es sich als erstes deutsches Internet-Projekt ausschließlich über Stiftungsgelder und Spenden. VOCER versteht sich als ein „unabhängiges Debattenforum“, ein „Think Tank“ für Medienkritik. Sorgfältig und tiefgründig sollen dabei Kritik, Analyse und Vision zusammengeführt werden.</p>
<h2>VOCER pflegt Qualität und Quantität</h2>
<p>Bewusst gibt VOCER längeren Beiträgen Raum und Zeit als Kontrast zur schnelllebigen Medienwelt. Thematisch befasst es sich mit dem aktuellen Medienwandel und seinen gesellschaftlichen Auswirkungen. Gebündelt in Themenschwerpunkten, sogenannten „Dossiers“, publiziert <a href="http://www.vocer.org/de/" target="_blank">VOCER</a> meinungsstarke und medienphilosophische Inhalte. Namenhafte Autoren aus Journalismus, Medienpolitik, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Kunst und Kultur kommen zu Wort. Bei den Beiträgen wird besonders auf die hohe fachliche Qualität der Inhalte, Analysen und Meinungen geachtet. Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass Tagesaktualität zweitrangig ist. Zudem verpflichten sich die Beitragenden zu Dialogbereitschaft, Nutzerorientierung und Internationalität. Weil man sich als Schnittstelle für Medienkritik im Netz versteht, ist VOCER publizistische Kooperationen u.a. mit Zeit Online und Sueddeutsche.de eingegangen.<span id="more-5453"></span></p>
<h2>Intellektuelle Qualität versus öffentliche Debatte?</h2>
<p>Qualität verpflichtet. Und der eigens auferlegte Anspruch will erst einmal erfüllt sein. Ist das Selbstverständnis als „Debattenforum“ zwar gut gedacht, aber nicht gut umgesetzt? Das erfreulich hohe sprachliche und inhaltliche Niveau und die zelebrierte Langform der Inhalte machen klar, wer die Adressaten sind: Menschen, die Denkanstöße suchen und weiterdenken wollen. Doch eine ausgeprägte Diskussion entsteht kaum. Die meisten Artikel beschäftigen sich mit Grundsätzlichem und sind losgelöst von der Tagesaktualität. Nun kann man VOCER also eine Form der selbstreferentiellen Beschränkung vorwerfen. Das Portal liefert Fachbeiträge von Medienmachern aber keine Debatte. Doch letztlich ist solch ein Selbstbezug häufig das Ergebnis von dem Ideal der Qualität. Qualität, damit sie als solches gelten und erkannt werden kann, muss sich durch Selbstreferenz auszeichnen. Dabei verhält sich der intellektuelle Journalismus nicht anders als das in Disziplinen unterteilte Wissenschaftssystem. Wissenschaftliche Qualität wird darin allein durch Peer-Review sichergestellt.</p>
<h2>Das gab es noch nicht</h2>
<p>VOCER liefert etwas, das man so, zumindest im deutschsprachigen Raum, noch nicht gesehen hat. Das Netzportal versammelt kompetente Stimmen zum Medienwandel und macht daraus eine Art „modernes Kursbuch“ wie Gründungsmitglied Stephan Weichert es nennt. Kompetenz, Qualität und Quantität der Beiträge lassen VOCER eher zu einem Fach-Feuilleton denn einem Debattenportal werden. Vielleicht wirkt die Länge der Inhalte abschreckend auf Leser, die potenziell eine Diskussion anstoßen würden. Der eigens geschaffene Anspruch könnte hier zu hohe Hürden für die wechselseitige Kommunikation aufgebaut haben. Oder aber VOCER hat (noch) nicht die kritische Masse an Lesern erreicht, damit es zu einem regen Austausch von Meinungen kommen könnte. Fach-Feuilleton ohne Debatte entspricht nun nicht 100%ig der Selbstbeschreibung von VOCER, aber „gescheitert“ ist das Portal bei Weitem nicht.</p>
<p>Im Gegenteil: Es ist eine Bereicherung für die Medienkritik und zudem ein großer Pool zitierfähiger Quellen. Wer genügend Zeit und Muße mitbringt, kann aus diesem Pool interessante Denkanstöße, Analysen und Meinungen schöpfen. In Zeiten, wo Social Media zu einer bestimmenden Größe in der Online- (und mittlerweile auch offline-)Welt gehört, werden Meinungen rasant und häufig unreflektiert „geliked“ oder „geshared“. Erst denken, dann reden – diesen Leitspruch zu beherzigen schadet auch in unserer beschleunigten Zeit nicht. Dabei hilft VOCER.</p>
<h2>Das Beste zum Schluss</h2>
<p>Zum Schluss mein persönliches „Schmankerl“ bei VOCER. Gender Studies erleben momentan einen regelrechten Boom, obwohl Feminismus schon für tot erklärt wurde. Anti-Feminismus breitet sich im öffentlichen Raum aus und Geschlechter-Fragen erregen wie schon lange nicht mehr die Gemüter. In diesen Zeiten befasst sich die freiberufliche Autorin Kathrin Schuster mit Männern und Frauen in den Medien. Die Kolumne <a href="http://www.vocer.org/de/kolumne/do/detail/id/6/roecke-wie-hosen.html" target="_blank">„Röcke wie Hosen“</a> analysiert die Bilder von den Geschlechtern, die die Medien zeichnen, um sie „an den Mann“ oder „die Frau“ zu bringen. Klug, witzig und mit viel Verstand stößt uns die Autorin auf relevante Gender-Fragen in der Medienwelt. Dabei wird viel gelernt, der Kopf geschüttelt, aber auch gelacht. Lesenswert ist die Kolumne in jedem Fall – genau wie die anderen Inhalte von VOCER.</p>
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		<title>Social Media Club: „Facebook – einfach konkurrenzlos?“</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 09:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media Events]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Club]]></category>

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		<description><![CDATA[„This journey is 1% finished“. Unter diesem Motto gab Tina Kulow am Montag Einblick in die Aktivitäten von Facebook. Die Pressesprecherin DACH von Facebook war zu Gast beim Social Media Club München. Kulow stand Alexander von Streit, Chefredakteur bei Wired Deutschland, und Social Media Expertin Doris Schuppe Rede und Antwort. Es entwickelte sich ein interessantes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/SocialMediaClub.jpg"><img class="alignnone  wp-image-5422" title="Social Media Club München Thema Facebook" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/SocialMediaClub.jpg" alt="Social Media Club München im Mai 2012" width="600" height="200" /></a></p>
<p>„This journey is 1% finished“. Unter diesem Motto gab Tina Kulow am Montag Einblick in die Aktivitäten von Facebook. Die Pressesprecherin DACH von Facebook war zu Gast beim <a title="Social Media Club München" href="http://socialmediaclub.org/chapter/munich" target="_blank">Social Media Club München</a>. Kulow stand Alexander von Streit, Chefredakteur bei Wired Deutschland, und Social Media Expertin Doris Schuppe Rede und Antwort. Es entwickelte sich ein interessantes Gespräch über die Daten der User, neue Features auf Facebook und wie die Zukunft des sozialen Netzwerkes aussehen könnte.</p>
<p>Zu Beginn zeigte Kulow eine Studie der Bitcom, die verdeutlicht, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen von ihrer Facebook-Präsenz profitieren. Über 30 Prozent bemerken es am steigenden Umsatz. Dies nachhaltig zu fördern ist Facebook wichtig, betont Kulow. Schließlich seien sie immer dabei, die Plattform zu verbessern und Neuerungen einzubringen. Dabei orientieren sie sich in ihrer Infopolitik an der Einführung der Timeline. Lang im Voraus angekündigt, hatten die User die Möglichkeit, sich darauf einzustellen. Als „Blaupause“ diene sie als gutes Beispiel.<span id="more-5401"></span></p>
<h2>Datenschutz bei Facebook: Welche Daten gebe ich Preis?</h2>
<div id="attachment_5433" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/Kulow.jpg"><img class="size-full wp-image-5433 " title="Tina Kulow (Facebook-Pressesprecherin) zu „Facebook – einfach konkurrenzlos?“" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/Kulow.jpg" alt="Vortrag von Tina Kulow (Facebook-Pressesprecherin) beim Social Media Club München" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Tina Kulow über die Zukunft von Facebook; Foto: Raimund Verspohl für SMCMUC</p></div>
<p>Während für die Unternehmen bereits umgestellt wurde, lehnen viele private Nutzer die Chronik noch ab. Die Kritik: Die Chronik macht vor längerer Zeit Veröffentlichtes wieder sichtbar. Doch dies sei alles freiwillig und jeder könne individuell entscheiden, welche Informationen er veröffentlichen will oder nicht. Facebook will auch alte Freunde wieder zusammenbringen und Austausch ermöglichen. Dadurch erhält Facebook Daten seiner Nutzer, schließlich zielt Facebook darauf ab, dass seine User aktiv sind und Dinge posten. Denn ohne den Austausch der User „wäre das Ganze ja recht langweilig“, wie Kulow meint. So werden anonymisierte Informationen zusammengefasst, um Zielgruppen zu erstellen. Diese dienen Unternehmen dazu, zielgenaue Werbung zu schalten. Trotzdem hat jeder User laut Kulow die Möglichkeit seine Daten nachhaltig löschen zu lassen. Zum einen kann das Konto deaktiviert werden. „Damit schläft das Konto. Die Daten sind aber noch immer da“, so Kulow. Bei der zweiten Option wird das Konto gelöscht. Dies geschieht innerhalb von 90 Tagen.</p>
<p>Allerdings: Im Rahmen der gesamten Datenschutzdebatte will Facebook verhindern, dass seine Nutzer abspringen und ihre Daten löschen lassen. Diese benötigt Facebook als werbefinanziertes Modell schließlich, um seinen Umsatz zu erhöhen. Gerade jetzt vor dem Börsengang spielt die Wertsteigerung und folglich die Daten der User eine wichtige Rolle.</p>
<h2>Die Neuerungen auf Facebook sind nie abgeschlossen</h2>
<div id="attachment_5424" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/Katharina.jpg"><img class="size-full wp-image-5424  " title="Katharina beim Social Media Club München" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/Katharina.jpg" alt="Katharina von consense verfolgt gespannt die Vorträge" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Katharina hört gespannt zu; Foto: Raimund Verspohl für SMCMUC</p></div>
<p>Wie könnte Facebook gegen einen Schwund an Usern vorgehen, der sich auf Grund von neuen, in Bezug auf die Daten zweifelhafte Features ergeben könnte? „Am besten bietet man die geilste Plattform an!“, so die einfache Antwort von Kulow. Dabei wissen sie um die Verantwortung, die Facebook als digitalen Teil des Alltags zu tragen hat. Neue Features müssen technisch einwandfrei sein und den Datenschutzbestimmungen entsprechen. Kulow erklärt, dass Facebook seiner Verantwortung auch gerecht werde, indem es klare Regeln aufstelle, was im sozialen Netz erlaubt ist und was nicht. Außerdem stelle man sich immer die Frage, ob die Leute das Programm auch wollen. Schließlich sollen sie Facebook gern und aktiv nutzen. Wie der neue Aktivitätenstream als Beispiel zeigt, werden die neuesten Entwicklungen auch von vielen angenommen. Diese Entwicklungen werden sicherlich nicht die letzten gewesen sein.</p>
<h2>Die Entwicklung von Facebook in der Zukunft</h2>
<p>Auf die Zuschauerfrage, wie Facebook in fünf Jahren aussehen wird, wandte die Pressesprecherin ein, dass dies einen viel zu großer Zeitraum für Facebook darstelle. Sie denken in kleineren Schritten. Doch sicher sei, dass die Plattform nicht mehr nur als facebook.com stattfinden wird, wie es die bereits integrierten Spiele zeigen. In einer dynamischen Welt, wie wir sie erleben, wird das Unternehmen auch andere Bereiche einbinden. Ganz nach „This journey is 1% finished.“ wird man also sehen, was die Zukunft bringt und wo sich das soziale Netzwerk hinbewegt.</p>
<h2>Update:</h2>
<p>Wie es scheint hat Kulow am Montag nicht zu viel versprochen: Vor dem <a title="Börsengang" href="http://www.focus.de/digital/digital-news/facebook-mit-kapuzenpulli-an-die-boerse_aid_749250.html" target="_blank">Börsengang</a>, der für den 18. Mai geplant ist, kündigte Facebook nun einen eigenen <a title="App-Store" href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-05/facebook-app-center" target="_blank">App-Store</a> und eine <a title="Filesharing Funktion" href="http://allfacebook.de/features/filesharing-fur-facebook-gruppen" target="_blank">Filesharing Funktion</a> für Facebook Gruppen an.<br />
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<li><a title="Die Timeline für Pages – Schöne neue Marketing-Welt?" href="http://www.netz-reputation.de/2012/03/die-timeline-fur-pages-schone-neue-marketing-welt/" target="_blank">Die Timeline für Pages – Schöne neue Marketing-Welt?</a></li>
<li><a title="Dein Chef ist auf Facebook, möchte aber (auch) nicht Dein Freund sein" href="http://www.netz-reputation.de/2012/02/dein-chef-ist-auf-facebook-mochte-aber-auch-nicht-dein-freund-sein/" target="_blank">Dein Chef ist auf Facebook, möchte aber (auch) nicht Dein Freund sein</a></li>
<li><a title="Online Reputationsmanagement über den Tod hinaus" href="http://www.netz-reputation.de/2012/04/online-reputationsmanagement-uber-den-tod-hinaus/" target="_blank">Online Reputationsmanagement über den Tod hinaus</a></li>
</ul>
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		<title>Politiker 2.0: Horst Seehofers große kleine Facebook Party</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 16:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Maisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media Events]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Erfolg der Piratenpartei zeigt, dass Interaktion mit dem Wähler über das Internet, besonders über Social-Media-Plattformen wie Facebook, sehr gut funktionieren kann. Jetzt will das Politik-Establishment von dem Trend profitieren und setzt alles daran, im Web 2.0 Fuß zu fassen. Dass das auch richtig peinlich werden kann, zeigte jetzt Horst Seehofer am gestrigen Abend. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Erfolg der Piratenpartei zeigt, dass Interaktion mit dem Wähler über das Internet, besonders über Social-Media-Plattformen wie Facebook, sehr gut funktionieren kann. Jetzt will das Politik-Establishment von dem Trend profitieren und setzt alles daran, im Web 2.0 Fuß zu fassen. Dass das auch richtig peinlich werden kann, zeigte jetzt Horst Seehofer am gestrigen Abend. Der CSU-Politiker lud seine Facebook-Fans zur „Facebook-Party“ in die Nobeldisko P1 in München ein. Angemeldet hatten sich 2500 Gäste, nicht mal die Hälfte kam. Nur die Presse interessierte sich für das Event und tauchte scharenweise auf.</p>
<p>Seehofer wollte mit dem Event Modernität und Volksnähe ausstrahlen. Letztlich sieht das Event aber nach einem gezwungenen Versuch aus, jung und hipp zu wirken. Die Mitglieder der Piratenpartei sind größtenteils mit dem Medium Internet aufgewachsen und wirken daher im Umgang mit modernen Medien authentisch. Horst Seehofer spiegelt Facebook-Begeisterung vor, um Wählerstimmen zu sammeln. Der gewünschte Effekt wird daher nicht eintreten. Facebook-Fan wird man schnell und bei einem Event zusagen ist nur ein Click. Aber Horst Seehofer wählen und ein offizielles Commitment abgeben ist dann doch etwas anderes.</p>
<p>Ein netter Online Spaß für viele Facebook-User, der den Sprung in die Realität nicht geschafft hat. Einmal mehr der Beweis dafür, dass nur Erfolg hat, wer authentisch agiert.</p>
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</ul>
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		<title>Die besten Social Media Kampagnen im April</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 08:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika Sickinger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Guerilla Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Kampagnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine erfolgreiche Social Media Kampagne zeichnet sich durch ihre virale Verbreitung im Netz und eine hohe Reichweite aus. Zwar geht es letztendlich darum, das beworbene Produkt zu verkaufen, doch eine Social Media Kampagne kann mehr. Sie erregt Aufsehen, sie macht Spaß und sie zeigt: Das Unternehmen ist kreativ und am Puls der Zeit. Der ewig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine erfolgreiche Social Media Kampagne zeichnet sich durch ihre virale Verbreitung im Netz und eine hohe Reichweite aus. Zwar geht es letztendlich darum, das beworbene Produkt zu verkaufen, doch eine Social Media Kampagne kann mehr. Sie erregt Aufsehen, sie macht Spaß und sie zeigt: Das Unternehmen ist kreativ und am Puls der Zeit. Der ewig reizüberfluteten Zielgruppe wird statt klassischer Werbung ein neues, spannendes Format geboten. Nicht das Produkt steht im Mittelpunkt, sondern die Idee, das Video, die verrückte Aufmachung.</p>
<p>Genau richtig gemacht haben es unsere zwei Social Media Highlight-Kampagnen aus diesem April. Mit ungewöhnlichen, an Guerilla-Marketing grenzenden Inhalten lösten sie einen viralen Schneeballeffekt aus und rückten so ins Bewusstsein von Zielgruppe und Branchenexperten.</p>
<h2>„A dramatic surprise on a quiet square“ &#8211; Dramatisches Marketing von TNT</h2>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/316AzLYfAzw" frameborder="0" width="578" height="476"></iframe><span id="more-5379"></span></p>
<p><strong>Story: </strong></p>
<p>Ein kleiner öffentlicher Platz in Belgien, das Wetter ist schön, Menschen sitzen vor Cafés oder gehen vorbei. Mitten auf dem Platz ist ein roter Button auf einem Podest platziert. Ein Schild fordert auf: „Push to add drama“. Als ein neugieriger Passant der Aufforderung folgt, bricht Chaos aus. Szenen wie aus einem Actionfilm spielen sich mitten auf dem Platz ab: eine Schießerei, ein Raub, eine Verfolgungsjagt, Schüsse fallen, Reifen quietschen und ein Verletzter bleibt zurück, der von einem Sportteam weggetragen wird. Stille. In den Gesichtern des vom Spektakel angelockten Publikums spiegeln sich Verwunderung, Überraschung und Unglaube. Was ist gerade passiert? Schließlich löst ein Plakat mit der Aufschrift: „Your daily dose of drama – from 10/04 on Telenet – TNT – We know drama“ die Situation auf.</p>
<p><strong>Kunde/Idee:</strong> Turner Broadcasting Benelux</p>
<p><strong>Beworbenes Produkt:</strong> Sendestart des Actionsenders TNT in Belgien</p>
<p><strong>Resonanz:</strong> 10,5 Mio. Views innerhalb von zwei Tagen; aktuell 31,5 Mio. Views (Stand 04. Mai); Berichterstattung auf <a title="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/In-Deckung-TNT-inszeniert-Schiesserei-auf-offener-Strasse_106972.html" href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/In-Deckung-TNT-inszeniert-Schiesserei-auf-offener-Strasse_106972.html" target="_blank">HORIZONT.NET</a>, <a title="http://www.wuv.de/kampagnen/kreation_des_tages/schiesserei_in_belgien_halbnackte_auf_motorrad_und_staunende_passanten" href="http://www.wuv.de/kampagnen/kreation_des_tages/schiesserei_in_belgien_halbnackte_auf_motorrad_und_staunende_passanten" target="_blank">W&amp;V</a> und <a title="http://adland.tv/commercials/tnt-dramatic-surprise-quiet-square-stunt-belgium" href="http://adland.tv/commercials/tnt-dramatic-surprise-quiet-square-stunt-belgium" target="_blank">Branchenblogs</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Umwerfender Geruch &#8211; „Tic Tac“</h2>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Sh30EIkgE4o#!" frameborder="0" width="568" height="469"></iframe></p>
<p><strong>Story:</strong></p>
<p>Ein scheinbar harmloser Fußgänger fragt einen Passanten nach dem Weg. Als dieser antwortet fallen nach und nach alle Umstehenden zu Boden. Auf einer Leinwand wird im Video gezeigt, wie überall auf der Welt Menschen umfallen. Der wahrscheinlich fieseste Flashmob der Welt, denn auf der Leinwand erscheint der Slogan „Prends un Tic Tac!“ – Nimm ein Tic Tac! – der Passant nimmt das ihm angebotene Bonbon und plötzlich stehen alle auf und gehen weiter, als wäre nichts passiert.</p>
<p><strong>Kunde:</strong> Tic Tac (Ferrero)</p>
<p><strong>Beworbenes Produkt:</strong> Tic Tac Pfefferminzbonbon</p>
<p><strong>Kampagne/Idee:</strong> Ogilvy &amp; Mather, Paris</p>
<p><strong>Resonanz: </strong>2 Mio. Views in 10 Tagen; Berichterstattung  auf <a title="http://www.huffingtonpost.com/2012/04/07/tic-tac-ad-commercial-flash-mob-worst-breath-in-the-world-video_n_1410045.html" href="http://www.huffingtonpost.com/2012/04/07/tic-tac-ad-commercial-flash-mob-worst-breath-in-the-world-video_n_1410045.html" target="_blank">huffingtonpost.com</a>, <a title="http://www.buzzfeed.com/copyranter/an-ad-flash-mob-thats-actually-worth-seeing" href="http://www.buzzfeed.com/copyranter/an-ad-flash-mob-thats-actually-worth-seeing" target="_blank">buzzfeed.com</a>, <a title="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/marketing/mundgeruch-alarm-tic-tac-schockt-franzosen-mit-flashmob/6492840.html" href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/marketing/mundgeruch-alarm-tic-tac-schockt-franzosen-mit-flashmob/6492840.html" target="_blank">handelsblatt.com</a> und Branchenblogs</p>
<h2>Warum Guerilla-Marketing?</h2>
<p>Der „man on the street“ ist beliebtes Werkzeug von Guerilla-Marketing-Aktionen. Nicht nur live macht der von schockiert über verblüfft bis hin zu begeistert changierende Gesichtsausdruck der meist ahnungslosen „Opfer“ etwas her. Gebannt auf Video und zum Werbe-Kurzfilm umfunktioniert finden die einfallsreichen Geschichten großen Anklang, sowohl als klassische Fernsehwerbung, vor allem aber auch beim Online-Publikum als Social Media Kampagne. Schon alleine die hypothetische Möglichkeit, selbst Teil einer solchen Kampagne zu sein, ist für Social Media Nutzer attraktiv. Kreative, neuartige, verblüffende oder lustige Inhalte regen zum „Teilen“ an und können einen Schneeballeffekt auslösen. Die Reichweite kann sich so, ohne weiteres Zutun des Unternehmens, um ein Vielfaches vergrößern. Diese Art des Marketings klingt einfach und effektiv, ist es aber nur bedingt. Denn gute Ideen zu finden, die es dem User wert sind sie zu verbreiten, ist eine Kunst. Eine Kunst, die nicht von dicken Budgets abhängt, sondern einzig von spannenden, ungewöhnlichen oder witzigen Einfällen.</p>
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</ul>
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		<title>Kickstarter: A dollar and a dream</title>
		<link>http://www.netz-reputation.de/2012/05/kickstarter-a-dollar-and-a-dream/</link>
		<comments>http://www.netz-reputation.de/2012/05/kickstarter-a-dollar-and-a-dream/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 10:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kahl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Social Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Kampagne]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet hat schon so manchen zum Millionär gemacht. Alles was man braucht, ist eine Idee. Und Geld natürlich. Aus einem Dollar ein florierendes Geschäft zu machen, ist Teil des amerikanischen Traums. Kickstarter.com bringt über Crowdfunding Kreative ohne Geld mit potentiellen Geldgebern zusammen. Die Videospielbranche stemmt über Kickstarter schon Projekte im Millionenbereich.  Aber können auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet hat schon so manchen zum Millionär gemacht. Alles was man braucht, ist eine Idee. Und Geld natürlich. Aus einem Dollar ein florierendes Geschäft zu machen, ist Teil des amerikanischen Traums. <a href="http://www.kickstarter.com/" target="_blank">Kickstarter.com</a> bringt über Crowdfunding Kreative ohne Geld mit potentiellen Geldgebern zusammen. Die Videospielbranche stemmt über Kickstarter schon <a href="http://www.kickstarter.com/discover/categories/games/most-funded#p1" target="_blank">Projekte im Millionenbereich</a>.  Aber können auch andere Branchen davon profitieren? Macht uns Kickstarter durch Crowdfunding endlich alle reich?</p>
<p><a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/kickstarter-logo-light.png"><img class="size-full wp-image-5366 alignleft" title="kickstarter-logo-light" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/kickstarter-logo-light-e1336040135924.png" alt="" width="640" height="74" /></a></p>
<h2>Crowdfunding 1&#215;1</h2>
<p>Crowdfunding wäre ein schönes Lehrbuchbeispiel für das alte Henne-Ei-Problem: Hat man kein Geld, kann man nichts produzieren. Hat man kein Produkt, kann man aber auch nichts einnehmen. Crowdfunding bringt mittellose Kreative mit potentiellen Geldgebern zusammen: Ich erzähle euch, wie toll mein Produkt wäre, wenn ich Geld hätte es zu produzieren. Wer mir glaubt, gibt mir Geld. Und hofft dann auf das Beste. Denn Crowdfunding ist auch immer die Katze-im-Sack-kaufen.</p>
<h2>Die Revolution wird crowdfinanziert</h2>
<p>Kein Wunder also, dass Crowdfunding lange Zeit eher ein Schattendasein unter den Finanzierungsoptionen im Internet führte. ArtistShare.com brachte Anfang der 00er-Jahre Bands und Hörer erstmals zusammen. Diverse Plattformen folgten. Wer allerdings nicht sowieso über eine breite Fanbasis verfügte, hatte es schwer. Es gab auch eine Zeit vor Facebook! Selbst die legendären Public Enemy benötigten ein ganzes Jahr, um über SellaBand.com ein Album zu finanzieren.<span id="more-5344"></span></p>
<h2>Führ mich zum Schotter!</h2>
<p>Das 2009 gegründete Kickstarter hebt Crowdfunding auf ein neues Level. Die Prämisse ist simpel: Jeder darf seine Idee der Öffentlichkeit pitchen. Zielbudget und Laufzeit des Fundings werden festgelegt und sind unveränderlich. Denn, wer sein Ziel nicht erreicht, kriegt nichts! Egal, ob am Ende nur eine Handvoll Dollar fehlen. Allerdings ist auch nicht Schluss, wenn das Projekt zu 100% finanziert ist. Gute Ideen erreichen nicht selten ein Vielfaches des eigentlich angepeilten Budgets. Kickstarter streicht bei erfolgreichen Fundingrunden 5% der gesammelten Summe ein.</p>
<p>Ein Muss sind Rewards (Belohnungen) für Geldgeber. Jedes Projekt verfügt über mehrere Stufen. Je nachdem wie viel man als Finanzier in ein Projekt einzahlt, erhält man eine entsprechende Gegenleistung. Das kann bei $2 ein schnöder Eintrag in der Sponsoren-Liste sein, oder für $15 eine digitale Kopie des kommenden Films. Der Kreativität der Produzenten (und der Höhe der Rewardstufe) sind dabei keine Grenzen gesetzt. So gibt es bei einer Investition von $10.000 in einen Ego-Shooter ein Real-Life-Training mit einem echten SWAT-Team. Für $15.000 wird man auch schon mal zum Set eines Films geflogen und darf hinter die Kulissen schauen.</p>
<h2>Kickstarter will Geldgeber binden</h2>
<p>Apropos hinter die Kulissen schauen. Ein großer Teil der Reward-Kultur und Community auf Kickstarter besteht darin als Investor Einblicke in die Produktion zu erhalten. Sicher reizvoll, eine Videospielproduktion mal von einer neuen Seite zu sehen. Diese Feedback-Schleife ist für den gesamten Erfolg Kickstarters essentiell: Als Geldgeber will ich wissen, was mit meinem Geld passiert. Ich bin kein Kunde, wenn ich ein (noch nicht fertiges) Spiel kaufe. Und ich bin auch kein Fan, wenn ich einer Band helfe ein Album aufzunehmen. Ich investiere auf Kickstarter: in Ideen und Projekte. Ich will wissen, was mit meinem Geld passiert, ich will eingebunden werden. Das ist Teil des Spaßes. Auch wenn ich nur $5 investiere. Höre ich ein halbes Jahr nichts von „meinem“ Projekt, vergesse ich es. Und wenn mir dann das Ergebnis nicht taugt, komme ich sicher nicht wieder, um weiter Geld zu investieren. Die Einbindung in die Produktion dämpft dieses Gefühl. Projektteams werden daher angehalten, regelmäßige Updates zu posten. Auch wenn die Finanzierung längst erfolgreich abgeschlossen wurde, z.B. Tim Schaefer, Chef von Double Fine, der mit seinem <a href="http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure?ref=category" target="_blank">Adventure-Spiel das höchstfinanzierte Projekt der Kickstarter-Geschichte</a> stemmte, bedankt sich bei den Geldgebern und erzählt was sie mit dem extra Geld anstellen wollen. (Double Fine sammelte knapp $3,5 Millionen, hatte eigentlich $400.000 angepeilt.)<br />
<object width="640" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/TFKwplDBmgg?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="640" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/TFKwplDBmgg?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
Auch der Ideen-Pitch bekommt durch diesen „Investoren-Status“ eine ganz eigene Dynamik. Je höher das Zielbudget und Komplexität des Projekts, desto größer ist auch der Aufwand der Kreativen, bevor sie überhaupt einen Dollar eingenommen haben. Filmprojekte werden mit Synopsen und Storyboards hinterlegt, Videospielproduktionen zeigen erste Charakterentwürfe. Eine gute Idee allein reicht eben doch nicht. Produzenten müssen potentielle Investoren auch überzeugen, dass sie ein taugliches Produkt entwickeln können.</p>
<h2>Doch nur Sicherheitsdenken bei Geldgebern?</h2>
<p>Wer das schon unter Beweis gestellt hat, ist klar im Vorteil. Eine Reihe von erfolgreichen Finanzierungsrunden rückten Kickstarter Anfang des Jahres ins Rampenlicht. Mehrere Videospielprojekte hatten Millionen Dollar gesammelt. Die Gamer-Community frohlockte, endlich eine taugliche Finanzierungsplattform für Independent-Spiele gefunden zu haben. Doch die Produzenten waren <a href="http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure?ref=category" target="_blank">alte Bekannte</a> in der Branche. Einige weisen über 20 Jahre Erfahrung in der Spieleentwicklung auf. Zwar können sie über Crowdfunding nun frei von großen Publishern ihre eigenen Ideen umsetzen. Doch auch die Kleininvestoren folgen den Regeln des Marktes. Man setzt auf Altbewährtes, die „großen“ Projekte sind <a href="http://www.kickstarter.com/projects/1613260297/shadowrun-returns?ref=category" target="_blank">Remakes</a> oder <a href="http://www.kickstarter.com/projects/inxile/wasteland-2?ref=category" target="_blank">Fortsetzungen</a> alter Klassiker. Man tappt also in die Falle des Sicherheitsdenkens, die man gerne den großen Studios vorwirft.</p>
<h2>Real artists ship</h2>
<p>Mehr Publicity sorgt aber für mehr Besucher, die wiederum mehr Geld in die Projekte pumpen. Das wird zwangsläufig auch den einen oder anderen Independent-Produzenten nach oben spülen. Crowdfunding kann für Branchen, die auf der Stelle treten, ein Heilsbringer sein. Noch ist das ganze System aber selbstreferentiell: Nerds finanzieren Nerds.</p>
<p>Kickstarter wird uns nicht alle über Nacht reich machen, sorry. Crowdfunding setzt nicht die Gesetze des Marktes außer Kraft, aber es kann die Einstiegshürde senken. Wer eine gute Idee hat und Investoren überzeugen kann, bekommt hier eine Chance, die ihm sonst möglicherweise verwehrt bliebe. Nun liegt es aber an den Produzenten nicht nur Schlagzeilen über Finanzierungsrekorde zu liefern, sondern über gelungene Projekte.</p>
</p>]]></content:encoded>
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		<title>Social Media und PR: Eine Orientierungssuche</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 16:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Friederike von der Kuhlen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Social Media ist aus der PR nicht mehr wegzudenken. Kaum eine PR-Agentur oder -Abteilung kann sich heute dieser Kommunikationsdisziplin verschließen. Die rasend schnellen Entwicklungen im Web 2.0 bieten nicht nur jede Menge neue Möglichkeiten, sondern auch zahlreiche Stolperfallen. Social Media tickt anders und der Umgang damit will gelernt sein. Zwar gibt es bisher verschiedene Orientierungshilfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Social Media im Kommunikationskodex Mangelware" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/05/SocialMedia-Kommunikationskodex.jpg" alt="Explizite Social Media Richtlinien fehlen im Kommunikationskodex" width="600" height="200" /></p>
<p>Social Media ist aus der PR nicht mehr wegzudenken. Kaum eine PR-Agentur oder -Abteilung kann sich heute dieser Kommunikationsdisziplin verschließen. Die rasend schnellen Entwicklungen im Web 2.0 bieten nicht nur jede Menge neue Möglichkeiten, sondern auch zahlreiche Stolperfallen. Social Media tickt anders und der Umgang damit will gelernt sein. Zwar gibt es bisher verschiedene Orientierungshilfen in Form von Richtlinien (beispielsweise die <a href="http://drpr-onlinerichtlinie.posterous.com/" target="_blank">Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken</a>), ein gesammeltes Regelwerk sucht man bisher allerdings vergebens. Ähnlich sieht es mit aktuellen Richtlinien für die PR-Arbeit allgemein aus mit Antworten auf Fragen wie: Wo genau verläuft die Grenze zwischen PR und Werbung? Wie trennscharf kann in der Praxis tatsächlich gearbeitet werden? Wie verhält man sich im Interessenskonflikt-Dreieck Auftraggeber &#8211; PR-Berater &#8211; (Massen)Medien?<span id="more-5201"></span></p>
<h2>Gesucht: Aktuelles, umfangreiches PR-Regelwerk</h2>
<p>Zwar ist es nie falsch, sich als Kommunikationsmanager am <a href="http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html" target="_blank">Pressekodex des Deutschen Presserats</a> zu orientieren. Dieser beschreibt in 16 Ziffern wichtige ethische und moralische Grundsätze, welche sich Journalisten freiwillig verpflichten. Auch die <a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=7" target="_blank">sieben Selbstverpflichtungen eines DPRG-Mitglieds</a> liefern wichtige und richtige Leitlinien.  Einen expliziten Kommunikationskodex gab es bisher in Deutschland allerdings nicht. Hinzu kommt, das bestehende Richtlinien aufgrund der rasanten Medienentwicklung in den letzten Jahren eine Aktualisierung und Ergänzung gut vertragen könnten. Nun hat sich der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) dieser Problematik gestellt und einen <a href="http://www.kommunikationskodex.de/" target="_blank">Deutschen Kommunikationskodex</a> entworfen. Bis vor kurzem stand der Entwurf zwei Monate lang zur öffentlichen Diskussion bereit. Angemerkt wurden teilweise zu unpräsizse Formulierungen, das Fehlen von Richtlinien im Social-Media-Umfeld und wichtige Schlagworte wie &#8220;Glaubwürdigkeit&#8221; und &#8220;Verantwortung&#8221;.  Trotz der nicht sehr zahlreichen Kommentare ist es sehr löblich, dass die Möglichkeit zur Diskussion geboten wurde! Im Zeitalter von User Generated Content und &#8220;Kommunikation auf Augenhöhe&#8221; &#8211; ein herrlicher Modeausdruck &#8211; ist die Möglichkeit zum Austausch zwar erwünscht, aber immer noch nicht selbstverständlich.</p>
<h2>Deutscher Kommunikationskodex</h2>
<p>Die Entwurfsfassung des Deutschen Kommunikationskodex besteht aus 15 Richtlinien. Gegliedert sind sie in die Oberbegriffe Transparenz, Integrität, Fairness, Wahrhaftigkeit, Loyalität und Professionalität &#8211; die sechs zentralen Normen und Werte in der Kommunikationsbranche. Im Detail werden folgende Verhaltensleitlinien besprochen:</p>
<p>1. Meinungsfreiheit, Absendertransparenz, Schleichwerbung-Verbot<br />
2. Vermeidung von Interessenskonflikten, Integrität, Trennung von Amt und Mandat bzw. PR und Journalimus<br />
3. Verzicht auf unlautere und strafwürdige Praktiken (z. B. Drohung und Bestechung), Respektierung der Freiheit und Unabhängigkeit der Medien, Wahrung der Menschenrechte<br />
4. Wahrhaftige Informationspolitik, kein Missbrauch klar definierter Kommunikationsinstrumente<br />
5. Wahrung von Vertrauensverhältnissen, Loyalität gegenüber Auftraggebern und dem Berufsstand<br />
6. Professionelle Ausübung des Berufs, Kenntnis und Beachtung von Kodizes und Richtlinien</p>
<h2>Richtlinien schaffen Sicherheit und Qualität?!</h2>
<p>Der Deutsche Kommunikationskodex  ist in jedem Fall eine Bereicherung. Punkte, welche die sieben Selbstverpflichtungen eines DPRG-Mitglieds  (1991) oder der <a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=6" target="_blank">Code de Lisbonne</a> (1991) nur anrissen, werden nun in einen Kontext gestellt und ausführlicher und konkreter behandelt. Auch der Code d&#8217;Athènes (1965) bzw. die überarbeite Fassung als &#8220;<a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=5" target="_blank">Internationale ethische Richtlinien für die Öffentlichkeitsarbeit</a>&#8221; (1968) wirken eher kryptisch und theoretisch als verständlich und auf die täglich Praxis bezogen. Als grober Handlungshintergrund sind sie wichtig und berechtigt. Auf der Suche nach unterstützenden Richtlinien, die Probleme der Praxis aufgreifen und dezidierte Handlungsempfehlungen geben, können sie jedoch nur schwer weiterhelfen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es wird kaum einen Kodex geben, der alle Probleme der Berufsausübung behandelt und Orientierung liefert. Zu individuell sind die Bedürfnisse einzelner Akteure, zu vielseitige die Situationen. Eine solche &#8220;Bibel&#8221; wäre auch nicht förderlich, weil zu komplex. Der Deutsche Kommunikationskodex schafft meiner Meinung nach den richtigen Kompromiss zwischen Theorie und Praxis. Er ist detailliert genug, um ihn zu verstehen und nachvollziehen zu können. Gleichzeitig ist er allgemein genug, um Richtlinien auf individuelle Situationen ableiten zu können. Einziges Manko ist meiner Meinung nach tatsächlich, dass trotz der immer größeren Bedeutung von Social Media für Public Relations dieser Blickwinkel nicht explizit behandelt wird. Der DRPR begründet dies zwar damit, ein kanalübergreifendes Regelwerk schaffen zu wollen, in dem Social Media selbstverständlich Bestandteil ist. Meiner Meinung nach ist dieser grundsätzlich richtige Ansatz nicht eindeutig genug kommuniziert.</p>
<p>Am <a href="http://www.kommunikationskodex.de/?p=302#more-302" target="_blank">19. Juni 2012</a> wird der Entwurf des Deutschen Kommunikationskodex in Berlin präsentiert und diskutiert. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung allerdings erforderlich. Wir werden die Entwicklungen interessiert verfolgen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pinterest: Großes Potential für Marketing und E-Commerce</title>
		<link>http://www.netz-reputation.de/2012/04/pinterest-groses-potential-fur-marketing-und-e-commerce/</link>
		<comments>http://www.netz-reputation.de/2012/04/pinterest-groses-potential-fur-marketing-und-e-commerce/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 15:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Maisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Online Reputation Management]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Ende letzten Jahres verblüfft das soziale Netzwerk Pinterest mit einem der schnellsten Aufstiege der Social-Media-Geschichte. Zwischen Januar und Februar konnte ein Nutzerzuwachs von 50 Prozent verzeichnet werden. Seit Anfang April ist Pinterest mit über zehn Millionen Nutzern weltweit das drittgrößte soziale Netzwerk nach Facebook und Twitter. Bereits im Februar hatten wir von dem spannenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Ende letzten Jahres verblüfft das soziale Netzwerk Pinterest mit einem der schnellsten Aufstiege der Social-Media-Geschichte. Zwischen Januar und Februar konnte ein Nutzerzuwachs von 50 Prozent verzeichnet werden. Seit Anfang April ist Pinterest mit über zehn Millionen Nutzern weltweit das drittgrößte soziale Netzwerk nach Facebook und Twitter. <a title="Pinterest: Start-up erschließt “neue” Zielgruppe" href="http://www.netz-reputation.de/2012/02/pinterest-start-up-erschliest-neue-zielgruppe/">Bereits im Februar hatten wir von dem spannenden neuen Start-Up Unternehmen und seinen Möglichkeiten der Monetarisierung auf Netz-Reputation berichtet.</a> In der Zwischenzeit hat sich Pinterest vom belächelten neuen Social-Media-Hype zu einer ernstzunehmenden Plattform für Unternehmen entwickelt.<a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/04/Pinterest_Logo-e1335279012878.png"><img class="aligncenter  wp-image-5263" title="Logo des sozialen Netzwerks" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/04/Pinterest_Logo-e1335279012878.png" alt="" width="473" height="120" /></a></p>
<h2>Goldgräberstimmung im E-Commerce</h2>
<p>Pinterest gibt Unternehmen die Möglichkeit, ein Profil zu erstellen und auf diese Weise mit  der Zielgruppe in Kontakt zu treten. In Kombination mit der Plattform-Mechanik (Fotos veröffentlichen und im Freundes- und Bekanntenkreis teilen) liefern die Aktivitäten der User großes Potential für Marketing und E-Commerce:<span id="more-5262"></span></p>
<p>Wenn dem Nutzer seine neueste Errungenschaft gefällt, kann er Bilder davon auf seine Pinnwand pinnen und die Produkte anderen Nutzern empfehlen. Die Bilder können von den Nutzern mit sogenannten „affiliate-links“ versehen werden. Diese Links führen beim Anklicken des Bildes zu einem Online-Shop, wo das Produkt gekauft werden kann. Der Nutzer, der das Bild hochgeladen und verlinkt hat, erhält eine kleine Provision, wenn jemand das Produkt aufgrund des affiliate-links gekauft hat.</p>
<div id="attachment_5268" class="wp-caption alignleft" style="width: 362px"><img class=" wp-image-5268  " title="Statistik über die Einnahmen pro Click" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/04/multitouch-revenue-per-click.jpg" alt="" width="352" height="215" /><p class="wp-caption-text">Grafik von Mo Marshall, Venturebeat</p></div>
<p>Nutzer fühlen sich durch die Kaufempfehlungen anderer Nutzer nicht im klassischen Sinn „beworben“. Sie vertrauen dem Gegenüber, weil er mit ihnen auf der gleichen Stufe steht: Er ist der Konsument, der etwas aus seiner Sicht Empfehlenswertes gefunden hat. Dieses klassische Empfehlungsmarketing funktioniert ganz ohne die Aufforderung durch das Unternehmen und ist gerade deshalb so erfolgreich. <a href="http://venturebeat.com/2012/04/09/pinterest-drives-more-revenue-per-click-than-twitter-or-facebook/%20">Statistiken auf venturebeat.com belegen den Erfolg der Plattform: Die Kaufbereitschaft der Pinterest-Nutzer liegt deutlich über der der Facebook- oder Twitter-Nutzer.</a></p>
<p>Aber wie können Unternehmen das Empfehlungsmarketing-Potential für sich nutzen, ohne die authentische Weiterempfehlung und damit den Erfolg negativ zu beeinflussen? Hier ist Fingerspitzengefühl angesagt. Unternehmen sollten auf keinen Fall Nutzer auffordern, Produkte zu empfehlen. Sie können sie aber mit schönen Bildern von Produkten oder dem Unternehmen dazu animieren, diese mit anderen Nutzern zu teilen. Opel ist ein gutes Beispiel dafür, wie das in der Praxis umgesetzt werden kann.</p>
<div id="attachment_5267" class="wp-caption alignleft" style="width: 570px"><a href="http://pinterest.com/opelofficial/" target="_blank"><img class=" wp-image-5267       " title="Pinterest-Auftritt von Opel" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/04/Opel1-e1335281128876.jpg" alt="" width="560" height="310" /></a><p class="wp-caption-text">Pinterest-Auftritt von Opel</p></div>
<p>Auch ist es ratsam, sehr aktiven Nutzern auf Pinterest zu folgen und deren Beiträge zu kommentieren. Dadurch macht man als Unternehmen auf sich aufmerksam. Eine weitere Möglichkeit: Unternehmen können Nutzern, die ein Produkt des Unternehmens bereits empfohlen haben, neue Produkte zum Test zuschicken. Wichtig dabei ist jedoch, dass man den Nutzer weder von oben herab anspricht, noch ihm etwas „aufschwatzen“ will oder ihn mit Gegenleistungen zu einer Empfehlung drängt.</p>
<h2>Der Fluch der Spammer: Bilder über Bilder</h2>
<p>Die Mechanik von Pinterest ist zugleich Segen und Fluch. Findige Programmierer laden tausende Bilder hoch. Da es für jedes Produkt, was über ein hochgestelltes Bild gekauft wird, Provision gibt, verdient sich ein fleißiger Spammer eine goldene Nase. Gerüchteweise bis zu 1.000 Dollar pro Tag. Dies muss im Auge behalten werden, da es den ursprünglichen Charme des Netzwerks beschädigen könnte. Pinterest hat inzwischen angefangen, die Accounts, die offensichtlich von Spammern betrieben werden, zu sperren.</p>
<h2>Nächster Übernahmekandidat der Web-Giganten?</h2>
<p>Nach dem Fotodienst Instagram und dem Coupon-Anbieter Tactile könnte Pinterest die nächste Investition von Facebook sein. Seit kurzem gibt es die Facebook-App PinView, die Facebook wie Pinterest aussehen lässt: Die Grundidee scheint also gut bei Marc Zuckerberg und Co. anzukommen. <a href="http://t3n.de/news/google-konnte-ubernahme-pinterest-383609/%20">David Lawee, Vizepräsident von Google hat bereits Interesse an der Plattform geäußert.</a> Für Suchmaschinen ist Pinterest besonders interessant, da sie durch die hohe Aktivität der Nutzer neue Einblicke in ihre Gewohnheiten und Vorlieben erhalten. Mit diesem neuen Wissen können Suchmaschinen Suchergebnisse und vor allem Werbung noch passgenauer anzeigen.</p>
<p>Zusätzlich würden Suchmaschinen mit Pinterest eine soziale Komponente erhalten. Denn Werbeanzeigen auf Suchmaschinen basieren bisher auf rein mathematischen Logarithmen und nicht auf persönlichen Empfehlungen.</p>
<h2>Der große Hype ist vorbei?</h2>
<p><a href="http://www.ethority.de/weblog/2012/04/23/traffic-einbruch-platzt-die-pinterest-blase/">Die neuesten Nutzerzahlen von Pinterest verzeichnen ein schwindendes Interesse an der Plattform.</a> Ob es sich hierbei um eine Trendwende handelt ist schwer zu sagen, noch ist das Start-Up-Unternehmen in aller Munde und könnte aufgekauft werden. Genauso könnte sich aber in ein paar Monaten alles in Rauch aufgelöst haben.</p>
<p>Es bleibt also spannend um Pinterest.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Online Reputationsmanagement über den Tod hinaus</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 15:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva-Maria Umlauft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Passend zum Fest der Auferstehung haben wir uns die Frage gestellt, was nach dem Tod mit unseren Online-Accounts passiert. Sind wir unsterblich im World Wide Web? 850 Millionen registrierte Facebook-Mitglieder,  mehr als 10 Millionen World of Warcraft User, 16 Millionen aktive Ebay Mitglieder allein in Deutschland. 137 Minuten verbringt der Durchschnittsdeutsche (ard-zdf-onlinestudie 2011) täglich im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zum Fest der Auferstehung haben wir uns die Frage gestellt, was nach dem Tod mit unseren Online-Accounts passiert. Sind wir unsterblich im World Wide Web?</p>
<p>850 Millionen registrierte Facebook-Mitglieder,  mehr als 10 Millionen World of Warcraft User, 16 Millionen aktive Ebay Mitglieder allein in Deutschland. 137 Minuten verbringt der Durchschnittsdeutsche (ard-zdf-onlinestudie 2011) täglich im Internet. Es gibt kaum jemanden, der nicht mindestens in einem Social Network unterwegs ist, einen Email-Account hat oder bei Pay-Pal  zum Online Shopping angemeldet ist.</p>
<p>Was zu Lebzeiten gar nicht auffällt, wird nach dem Tod zur Herausforderung: Anders als bei realem Besitz sind all diese Profile und Konten nämlich nicht greifbar. Für Hinterbliebene gibt es keine zentrale Anlaufstelle, die Auskunft gibt, wo der Verstorbene angemeldet war. Wichtig wird dies zum Beispiel bei kostenpflichtigen Konten und weltweiten Bekanntschaften, die unter normalen Umständen nicht vom Tod in Kenntnis gesetzt werden würden. Trauernde haben meist nicht die Zeit und die Muße sich diesem Thema zu widmen. Versuchen Sie es doch, geht der Wahnsinn erst los: Wo muss man sich melden? Wer kann Accounts löschen lassen? Wie lauten die Passwörter?<span id="more-5172"></span></p>
<p><a href="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/04/legacylocker1.png"><img class="wp-image-5184 alignright" title="legacylocker" src="http://www.netz-reputation.de/wp-content/uploads/2012/04/legacylocker1-e1333639963493.png" alt="Starseite Legacy Locker" width="317" height="180" /></a>Findige Unternehmer aus den USA haben diese Problematik erkannt und die Marktlücke mit eigenen Start-Ups geschlossen:<a href="http://legacylocker.com/"> LegacyLocker</a> und <a href="http://vitallock.com/">VitalLock</a> bieten die sichere Verwaltung von Email Passwörtern und Community Zugangsdaten über den Tod hinaus an. Der Nutzer soll einmalig bis zu 300 Dollar zahlen, um lebenslang sicherzustellen, dass seine Online Zugänge auch post-mortem in die richtigen Hände gelangen.</p>
<h2></h2>
<h2>Wie es funktioniert</h2>
<p>Nachdem der Nutzer sich registriert und die wichtigen Zugangsdaten hinterlegt hat, bekommt er in regelmäßigen Abständen elektronische Post von den Unternehmen, auf die er kurz reagieren muss. Erfolgt das auch nach mehrmaligem Nachfassen nicht, schließt das System daraus, dass der Kunde verstorben oder zumindest anderweitig verhindert ist. Festgelegte Personen werden kontaktiert und müssen den Tod bestätigen.  Daraufhin werden automatisch die Schritte eingeleitet, die der Verstorbene als „letzten Willen“ festgelegt hat:  Entweder werden Konten gelöscht oder aber die Zugangsdaten an festgelegte Personen versendet. Außerdem kann eine Abschiedsmail oder ein letzter Post im Namen des Verstorbenen verschickt werden.</p>
<p>Um immer die aktuellsten Passwörter zu haben, versucht das System automatisch sich regelmäßig einzuloggen. Gelingt das nicht, wird der Kunde kontaktiert und an ein Passwort Update erinnert. Das ist zwar zeitaufwendig für den Nutzer, aber nötig, um auch nach einigen Jahren noch gewährleisten zu können, dass die versendeten Zugangsdaten im Ernstfall funktionieren. Die Unternehmen verweisen auf strenge Geheimhaltungs- und Datenschutzrichtlinien.</p>
<h2>Nachfrage vorhanden?</h2>
<p>Gibt es wirklich eine Nachfrage nach diesen Diensten? Dass die Passwortverwaltung für unzählige Kundenkonten, Profile und Mailkonten schwer zu verwalten und noch schwerer weiterzugeben ist, darüber sind wir uns in der Agentur einig. Müssen wir uns aber über unsere <a href="http://www.netz-reputation.de/online-reputation-management/">Online-Reputation</a> nach dem Tod wirklich Gedanken machen? Muss ein Post aus dem Jenseits alle vom eigenen Ableben in Kenntnis setzen? Der weltweit sichtbare Post sei nur eine logische Erweiterung der Todesanzeige, die seit Generationen in regionalen Zeitungen erscheint, meinen Befürworter.  Egal, welche Meinung man zu diesen Diensten hat:  Sie machen deutlich, welchen Einfluss das Internet mittlerweile auf unser Leben und sogar noch darüber hinaus hat.</p>
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		<title>KONY 2012: Ein Youtube-Video für mehr Gerechtigkeit?</title>
		<link>http://www.netz-reputation.de/2012/03/kony-2012-ein-youtube-video-fur-mehr-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 13:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Richter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit ist es beim Surfen im Internet kaum möglich, dem Video KONY 2012 zu entgehen. Diesem gelingt es, die gesamte Onlinecommunity zu bewegen. Der Hype, der innerhalb einer Woche darum entstand und die damit erzeugte Diskussion, zeigen, wie schnell sich Content im Internet ausbreitet und Menschen auf der ganzen Welt emotionalisiert. KONY 2012 mobilisiert die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit ist es beim Surfen im Internet kaum möglich, dem Video <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Y4MnpzG5Sqc" target="_blank">KONY 2012</a> zu entgehen. Diesem gelingt es, die gesamte Onlinecommunity zu bewegen. Der Hype, der innerhalb einer Woche darum entstand und die damit erzeugte Diskussion, zeigen, wie schnell sich Content im Internet ausbreitet und Menschen auf der ganzen Welt emotionalisiert.</p>
<h2>KONY 2012 mobilisiert die Massen<strong></strong></h2>
<p><strong></strong>Eine kurze Übersicht zum Video und seiner Verbreitung: Am 05.03.2012 wurde das von der Non-Profit-Organisation <a href="http://www.invisiblechildren.com/" target="_blank">Invisible Children</a> gedrehte Video online gestellt. Die Organisation hat das Ziel, den andauernden, bewaffneten Konflikt in Uganda zu beenden. KONY 2012 wurde bereits von über 50 Millionen Nutzern auf Youtube und Vimeo gesehen. Es wurde von über einer Million Leuten geliked und geteilt.</p>
<p>Gedreht wurde das Video von Jason Rusell und Laren Poole. Die beiden Filmemacher wollen die Welt auf die Entführungen von Tausenden von Kindern in Afrika aufmerksam machen. Schuld daran hat Joseph Kony, der vor den Internationalen Strafgerichtshof gebracht werden soll. 1987 gründete Joseph Kony die Lord’s Resistance Army (LRA), die die Bewohner Ugandas unterdrückt. Seitdem sollen zwischen 30.000 und 60.000 Kinder verschleppt worden sein. 2005 wurde gegen Kony ein Haftbefehl vom Internationalen Strafgerichtshof erlassen. Die Anklagepunkte waren u.a. Zwangsrekrutierung von Kindern und Mord.<span id="more-5151"></span><br />
<object width="640" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Y4MnpzG5Sqc?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="640" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Y4MnpzG5Sqc?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Rusell und Poole haben ihr Ziel, die Weltgemeinschaft auf die Missstände in Uganda aufmerksam zu machen, erreicht. Auf Grund der erschreckenden Bilder, der aktivierenden Wirkung des Films und dem Wunsch nach Gerechtigkeit springt die Internetgemeinde auf das Thema an. Sie teilen das Video, bloggen und twittern darüber. Gleichzeitig hat Invisible Children Zuspruch über ihre Homepage erhalten. Dem Hype schlossen sich auch Prominente wie <a href="https://twitter.com/#!/RIHANNA" target="_blank">Rihanna</a> und <a href="https://twitter.com/#!/zooeydeschanel" target="_blank">Zooey Deschanel</a> an, die ihre Fans über Twitter aufforderten, das Video anzusehen. Invisible Children haben mit ihrem Video einen viralen Erfolg erzielt, der zeigt, wie schnell die Internetgemeinschaft und ihr Austausch funktionieren.</p>
<h2>Schnelle Verbreitung von emotionalen Inhalten</h2>
<p>Gerade emotionale Inhalte scheinen in der Internetkultur einen großen Anklang zu finden. Sie verbreiten sich als Selbstläufer so schnell, wie es in der Offline-Welt gar nicht möglich wäre. Die Agenda hat sich im Vergleich zu den Offline-Medien deutlich verändert. Nicht mehr die Medien bestimmen die Themen, sondern Social Media Nutzer. Sie greifen auch einstmals relevante Inhalte wieder auf, die den Menschen nicht mehr in Erinnerung sind. Damit kann eine Diskussion über die Menschenrechtsverletzungen in Uganda wieder angeregt und verstärkt werden. Wobei Youtube als Plattform die User eher zu voneinander unabhängigen Kommentaren verleitet und dort keine zusammenhängenden Diskussionen zustande kommen.</p>
<p>Die Frage, die man sich aufgrund der anfänglichen Begeisterung und Verbreitung des Videos stellen kann: Klicken die Leute nur noch „gefällt mir“ ohne sich näher mit dem Inhalt zu beschäftigen? Gerade die Länge von 30 Minuten verleitet dazu, sich in den ersten Ausschnitten von der Stimmung anstecken zu lassen und nicht den ganzen Film anzuschauen. Machen sie sich keine weiteren Gedanken, sondern betrachten nur die positive Absicht dahinter?</p>
<p>KONY 2012 erntet nicht nur Zuspruch. Es kommen auch kritische Stimmen auf. So bezweifeln Kritiker, dass die Spenden, die die Organisation mit dem Video eintreibt, nicht nur dem guten Zweck dienen. Sie vermuten z.B., dass ein großer Anteil für die Filmproduktionen verwendet wird. Außerdem wird den Machern eine subjektive, zu starke Schwarz-Weiß-Sichtweise zugeschrieben, die der Realität nicht gerecht wird.</p>
<h2>Die angeregte Diskussion soll sich außerhalb des Internets fortsetzen</h2>
<p>Die breite Streuung im Internet ermöglicht eine Diskussion, die Input von verschiedenen Seiten erhält. Der Content wird hinterfragt und unterschiedliche Aspekte beleuchtet. Dies bringt folglich nicht nur eine große Öffentlichkeit für ein relevantes Thema, sondern auch Hintergründe ans Licht, die zunächst nicht beachtet wurden. Das führt zu Transparenz und verschiedenen Meinungen. Der Austausch über das Internet und zwischen einer großen Masse kann somit einem Thema eine besondere Relevanz geben. KONY 2012 ist ein Beispiel dafür, dass das Internet ein Kanal ist, der mobilisieren kann. Die Bewegung soll auch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Y4MnpzG5Sqc#t=25m57s" target="_blank">offline</a> weiter geführt werden. Die Diskussion im Internet kann dabei nur Impulse setzen. Wie beispielsweise bei Acta oder im Arabischen Frühling muss sich das Ganze aber auf der Straße fortsetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
</p>]]></content:encoded>
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