Fußball und Social Media – das passt einfach. Kein anderer Sport verlangt so nach Austausch, erzeugt so starke Identifikation und ruft so große Emotionen hervor. Kein anderes Medium ermöglicht und fördert Diskussionen und Beteiligung wie Social Media. Es wundert also nicht, dass auch die Bundesliga diese Möglichkeiten nutzt. Überraschender Spitzenreiter: 1. FC Köln, gefolgt von Dortmund und dem HSV.
Der 1. FC Köln nutzt Social Media intensiv – wie hier zur Fanartikel-Promo auf Facebook.
Social Media Champion Köln
Während der Ball endlich wieder rollt, ist der erste Titel der Bundesliga bereits vergeben. Der 1. FC Köln ist offizieller Social Media Meister. Das zeigt eine Untersuchung der Agentur Lewis. Analysiert wurde für das Ranking, wie die 18 Bundesligaklubs Social Media in ihre Kommunikation einbinden. Ausschlaggebend waren unter anderem die Anzahl der Facebook Fans und Twitter Follower sowie der Updates auf den Statusseiten und Nutzung von Plattformen wie Youtube.
Fan-Bindung mit Social Media
Viele Vereine arbeiten mittlerweile äußerst professionell mit den neuen Medien und Social Media Kanälen. Auf ihren Facebook-Seiten informieren sie über Trainingseinheiten, stellen sie Interviews mit Spielern bereit und laden sie ihre Fans zu Gewinnspielen ein. In den Vereinsforen geben Sie ihren Fans Raum für Diskussionen zu Spielern, Aufstellungen, Transfers und Vereinsbelangen. Über Twitter melden Sie die neusten Verpflichtungen und Sponsorenverträge.
Auch der BVB ist mit seinem Youtube-Channel ganz vorne dabei.
Social Media mehr als Like-Button
Die Bundesliga und ihre Vereine haben längst begriffen, dass Social Media mehr als ein Gefällt-mir-Knopf ist. Sie liefern Content und bieten Fans die Chance, näher dran zu sein. Auch wenn Fans und Follower zahlenmäßig hinter der europäischen Spitzenklasse teilweise weit hinter herhinken, inhaltlich brauchen sich die meisten nicht verstecken. Sie haben Social Media als einen Kanal erkannt, der die Bindung zu ihren Fans stärkt. Die Fans nutzen die Möglichkeiten, um sich zu vernetzen und auszutauschen.
Tücken und Chancen in Social Media
Gefangen im Netz: Das Web vergißt nur schwer und manch ein Fan schämt sich sicherlich für einige seiner Social Media Beiträge. Auch dem ein oder anderen Kicker dürften Status-Meldungen nicht nur peinlich sein, denn bei so manch einem führte der falsche Tweet schon zu harten Konsequenzen. Andere Spieler zeigen sich da geübter im Umgang mit ihrer Online Reputation und lassen Fans zum Beispiel über den nächsten Vereinswechsel mit bestimmen. Ganze Vereine geben ihre Geschicke in die Hände ihrer Fans und lassen über Transfers und Aufstellung abstimmen. Letztere Punkte sind sicher kein mehrheitsfähiges Modell für die Zukunft, zeigen aber in Beteiligung und Engagement der Fans, welch Potenzial auch für die Bundesliga und ihre Clubs in Social Media liegt.
Der Schwäbisch Gmünder Gemeinderat will sich modern und fortschrittlich präsentieren. Zur Namensgebung eines Tunnelneubaus bietet er eine Online-Wahl an. Auf die Vorschlagsliste schleicht sich auch der “Bud-Spencer-Tunnel”, der von der Facebook Gemeinde zum Sieger gemacht wird. Die Stadt rudert jedoch auf einmal zurück, die Wahl sei nur ein Meinungsbild, man müsse erst mal sehen wie der Tunnel nun heißen soll. Der politische Vorstoß ins Web 2.0 droht in einem Social Media Shitstorm zu (g)münden.
Ein Tunnel für Bud Spencer
Das Regierungspräsidium Stuttgart hat gemeinsam mit der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd bei der Namensfindung für das Tunnelbauwerk der B 29 in Schwäbisch Gmünd entschieden, die Bürgerinnen und Bürger mit einzubinden. Mit dieser Namensgebung soll die besondere Verbundenheit der Stadt zu diesem Bauwerk dokumentiert werden.
Was die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd dort etwas schwurbelig verkündet, entwickelt sich derzeit zum PR-Desaster samt Social Media Shitstorm. Das Wichtigste in Kürze: In Schwäbisch Gmünd wird ein Tunnel gebaut. Anstelle das Ding jetzt “B 29-Tunnel” zu nennen, kam man im Stadtrat auf die Idee, die Bevölkerung solle den Namen vorschlagen und darüber abstimmen. Hunderte Möglichkeiten wurden eingereicht, absurde aussortiert und 83 Vorschläge standen zur Wahl. Darunter auch der “Bud-Spencer-Tunnel”, den die Internetgemeinschaft als ihren Favoriten auserkoren hatte. Der Bud-Spencer-Tunnel gewann die Abstimmung landrutschartig. (Offizielle Ergebnisse werden morgen präsentiert.)
Bud Spencer Fans nutzen Social Media, um ihr Idol zu würdigen
Organisierte Bürgerpartizipation auf Facebook
Uns ist nicht bekannt, wer den ursprünglichen Vorschlag zum Bud-Spencer-Tunnel bei der Stadt einreichte. Benedikt Elser allerdings trat den Hype los. Der 21-Jährige wurde von einem Freund auf die Wahl aufmerksam gemacht. Elser, selbst großer Bud Spencer Fan, erstellte auf Facebook eine Veranstaltung (für den Zeitraum der Wahl), in der er dazu aufrief, für den Vorschlag “Bud-Spencer-Tunnel” zu stimmen. Die Schnittmenge Social Media affiner Internetnutzer und der Fangemeinde des alten Italowesternhelden ist scheinbar riesig: Bis jetzt nehmen knapp 70.000 Facebook User an der Veranstaltung teil, 220.000 weitere sind eingeladen. Es dauerte nicht lange, bis eine kritische Masse erreicht war. Voting und Facebook Veranstaltung starteten am 18. Juli, am 20. berichteten die ersten “großen” Medien über das “Bud Spencer-Dilemma”. weiterlesen »
Ok, ein Video kann auch als “viral hit” angesehen werden, wenn es die User teilen, gerade weil es schlecht ist (siehe Rebecca Black). Aber was Old Spice da macht ist traurig. Erinnert ihr euch an die großartigen Old Spice Videos mit Footballspieler/Schauspieler Isaiah Mustafa (n-r berichtete)? Mustafa wurde ersetzt – durch Fabio:
Old Spice war mal cool, was ist passiert?
Ok, Old Spice war zwar nie wirklich richtig “cool”, aber die Spots mit Mustafa haben die Online Reputation des Herrenpflege-Fabrikanten kräftig aufpoliert. Der ehemalige Footballer präsentierte sich schlagfertig und lustig. Das kam gut beim Publikum an: Sein erstes Video, das auch beim Super Bowl 2010 ausgestrahlt wurde, hat bereits mehr als 34 Millionen Klicks gesammelt. Um die Social Media Kampagne weiter zu promoten, bat Old Spice Facebook und Twitter Nutzer, Fragen an Mustafa einzuschicken. In weiteren lustigen Clips antwortete er seinen Fans. weiterlesen »
Julian Assange, Kopf der Whistleblower Plattform Wikileaks, mag zwar unter Hausarrest stehen, untätig ist er deswegen nicht. Letzte Woche nahm die Gruppe die Firma MasterCard mit einer Werbeclip-Parodie auf’s Korn. MasterCard, wie auch Visa und Paypal, verweigern die Auszahlung von Spendengeldern an Wikileaks über ihre Dienste.
Setzt sich die Erfolgsgeschichte Facebooks fort, geht das Unternehmen Anfang nächsten Jahres an die Börse. Neueste Berechnungen taxieren den Wert Facebooks auf bis zu 100 Milliarden Dollar. Rupert Murdoch hat sich MySpace im Jahre 2005 eine halbe Milliarde Dollar kosten lassen. Gestern lag der Wiederverkaufswert nur noch bei 35 Millionen Dollar. Der einstige Branchenprimus scheiterte und dient nun als mahnendes Beispiel für alle Social Networks. Facebook, heute Marktführer, ist möglicherweise schon zu groß, um zu scheitern. Um ihre Vormachtstellung gegenüber Konkurrenten wie Google+ zu behaupten, müssen sie weiterhin innovativ bleiben.
Warum MySpace scheiterte
MySpace scheiterte, weil es sich nicht weiterentwickelte. Das Unternehmen baute ihre Seite um die Monothematik Entertainment und Musik. Facebook hingegen richtete von Anfang an seinen Fokus auf das Social Networking aus. MySpace öffnete sich nicht nach außen, schaffte keine Schnittstellen für Entwicklungen Dritter. Zudem litt die Usability der Seite unter einer immer größeren Einbindung von Werbung. Nicht zu unterschätzen ist auch der Design-Aspekt: Facebook gelang, durch ein simpleres und sauberes Design, eine bessere Ansprache auch älterer Zielgruppen.
Facebook: Andere Vorzeichen als bei MySpace
Nun lassen sich MySpace damals und Facebook heute nur schwer vergleichen. Social Networking, bzw. Facebook, ist “in der Mitte der Gesellschaft” angekommen. Spätestens, wenn die eigene Mutter auf Facebook vertreten ist, muss man sich eingestehen, dass das, was man da im Internet so macht, im Mainstream angekommen ist. Social Networking betreiben nun nicht mehr nur Tweens sondern Onliner aus allen Altersschichten. Geht man von 49 Millionen Onlinern und 19,2 Millionen Facebook Nutzern in Deutschland aus, sind fast 40% aller deutschen Internetnutzer auf Facebook vertreten.
Facebook: Too big to fail?
Ist Facebook damit zu groß, um zu scheitern? Facebook sieht sich dem Innovator’s Dilemma ausgesetzt. Eine Problematik, vor der auch MySpace stand – und nicht lösen konnte. Als aufstrebendes Unternehmen verdrängten sie den Marktführer im Social Networking, damals Friendster. Das gelang ihnen, weil sie ein innovatives Produkt zur richtigen Zeit, dem richtigen Markt zugänglich machten. Das Innovator’s Dilemma setzt allerdings ein, wenn man selbst zum Marktführer wird. Innovatoren können selten noch kreativ arbeiten, statt neue Ideen zu entwickeln, müssen sie andere Aufgaben bewältigen, um ihre Position als Marktführer zu behaupten. Unternehmensstrukturen verändern sich durch Expansion, Produktionsprozesse verlangsamen sich und werden für Innovation “von unten” undurchlässiger. MySpace gelang es nach Übernahme der Marktführerschaft nicht, weiterhin kreativ zu bleiben und ihr Produkt weiter zu entwickeln.
Wir haben uns auf die Suche nach würdigen Nachfolgern der legendären Social Media Kampagne von Old Spice gemacht, unserer Meinung nach die beste Social Media Kampagne 2010. Welche Unternehmen haben die richtigen Social Media Kampagnen gestartet, wer hat Twitter, Facebook & Co. gekonnt genutzt und seine Online Reputation gestärkt? Hier sind die Top 3 Social Media Kampagnen der letzten Monate.
Witzige Awards für Social Media Generation
Der Minzpastillen-Hersteller Altoids hat im Rahmen seiner Social Media Kampagne die “Altoids Curiously Strong Awards” ins Leben gerufen und dabei sehr viel Gespür für Humor bewiesen. Im Video besingt ein junger Mann seine Facebook-Freunde, die er in verschiedene Kategorien unterteilt. “Princess Snapshot” hat beispielsweise auf ihrem Facebook-Profil mehr Selbstporträts als Freunde und der “Oversharer” teilt wirklich jede Information mit seinen virtuellen Freunden. Das Tolle daran: Jeder hat Facebook-Freunde, auf die mindestes einer der humorigen Awards zutrifft. Das sehen auch die knapp 60.000 Facebook-Fans von Altoids so und nominieren fleißig ihre Freunde. Auf Youtube wurde das Video schon mehr als 2,3 Millionen Mal angeschaut. Prima für Altoids: Der Bekanntheitsgrad des Unternehmens steigt stetig, die Online Reputation wird gestärkt. Etwas verwunderlich ist nur, dass Altoids keinen Twitter-Account hat. Der würde sich nämlich prima anbieten um die Follower in die Kreation neuer Nominierungstitel einzubinden. Unser Fazit fällt trotzdem positiv aus. Die “Altoids Curiously Strong Awards” sind Teil einer gelungenen Social Media Kampagne, die die Fans des Web 2.0 auf die Schippe nimmt und trotzdem zum mitmachen animiert.
Am Wochenende startet die Weltmeisterschaft im Frauenfußball. Deutschland ist Ausrichter, Titelverteidiger und Favorit. Nach einer Umfrage des Magazins Kicker gehen über 70% der Befragten von einem Titelgewinn der deutschen Frauen-Nationalmannschaft aus. Trotzdem ist die Fan-Stimmung im Land bisher eher verhalten. Die Kommunikation der Frauen WM über Social Media wäre ein guter Weg zur Promotion des Großereignisses. Doch was passiert bisher im Social Media Marketing der Frauenfußball WM?
Marketing der Frauenfußball WM ohne die FIFA
Ein Besuch der FIFA Website zeigt: Der Weltverband vermarktet die Frauen WM nicht als Großereignis. Lediglich einen briefmarkengroßen Hinweis gibt es auf der Startseite der FIFA. Die Weltmeisterschaft im Frauenfußball scheint bei der FIFA einen geringen Stellenwert zu haben. Auf Facebook und Twitter fehlt die Kommunikation der Frauen WM seitens FIFA ganz. Die Chancen des Social Media Marketings nutzt der Fußball-Weltverband nicht.
Der DFB: Sommermärchen reloaded
Der Deutsche Fussballbund dagegen promotet die Frauen WM auf der offiziellen Website. Außerdem hat der DFB eine Social Media Kampagne für die WM der Frauen aufgebaut. Das Konzept Sommermärchen reloaded der Kampagne basiert auf dem WM-Film Sommermärchen von 2006. Mit Filmbegriffen als Kategorien stellt eine Facebookseitedie Frauen WM vor, von „Darsteller“ (Spielerinnen) über „Drehorte“ (Stadien) bis hin zu „Regie“ (WM Komitee und Botschafterinnen).Unter der Kategorie „Mitspielen“ finden sich Infos zu Fußballclubs in Wohnortnähe und Volunteer-Jobs bei der WM. Mit interaktiven Aktionen werden die Fans zum Mitmachen angeregt. So kann beispielsweise ein Fan-Abzeichen der Frauenfußball WM ins eigene Profilbild integriert werden.
Stetig wächst die Zahl der Fans von Sommermärchen reloaded, aktuell sind es 24.000. Mitverantwortlich für diesen Erfolg ist der stets aktuelle Content der Seite. Fast täglich gibt es auf der Pinnwand Neuigkeiten und Videos aus dem Team der Spielerinnen. Zusätzlich zur Weltmeisterschaft promotet der DFB mit Links Stars der Mannschaft wie Fatmire „Lira“ Bajramaj. weiterlesen »
Die Sparkasse sucht ein neues Testimonial und macht daraus kurzerhand eine Social Media Kampagne. Unter dem Motto “Giro sucht Hero” wird dazu ein Wettkampf ausgetragen. Die TV-Moderatoren Joachim “Joko” Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf messen sich in verschieden kuriosen Wettbewerben. Die Zuschauer stimmen ab, wer seine Sache besser macht. Joko und Klaas, bekannt u.a. aus MTV, sollen bei der jungen Zielgruppe das angestaubte Image der Sparkasse aufzufrischen. Giro sucht Hero funktioniert, weil die Wettkämpfe kurzweilig sind, diese die Dienste der Sparkasse perfekt einbinden und dank des professionellen Social Media Auftritts. Wir haben uns den Vorstoß der Sparkasse ins Social Media Marketing genauer angeschaut.
Social Media Marketing schon zu MTV-Zeiten
Joko und Klaas’ Show “MTV Home” war für viele der einzige Grund den einstigen Musiksender MTV noch einzuschalten. Im Stile der frühen Shows Stefan Raabs verband die Sendung Musik, Interviews mit interessanten Gästen und Unsinnsaktionen. Publikumslieblinge Joko und Klaas maßen sich regelmäßig in skurrilen Wettbewerben. Wer schreibt den besseren Rap-Song? Strip-Paintball oder Wer kann seinen Mageninhalt nach Brechmittelkonsum länger bei sich behalten? Bereits bei MTV Home funktionierte das Social Media Marketing. Mit über 300.000 Fans gehört die Show zu den meistgeliketen deutschen TV-Shows auf Facebook. Die Fans erhielten Previews auf die kommende Sendung. Bei der Zielgruppe Generation Facebook sind sie als Sparkassen-Testimonial prädestiniert.
Stefani Germanotta, alias Lady Gaga, ist seit kurzem laut Forbes die weltweit einflussreichste Prominente. Die meisten Medienschaffenden sind der Meinung, nur an ihrer musikalischen Performance liege das nicht. Lady Gaga gilt als Social Media Queen. Ihr Management beweist, dass gutes Online Reputation Management Gold wert sein kann.
Keiner hat so viele Social Media Fans
Lady Gaga
Heute drückt sich der Kampf um Popularität zwischen Popstars nicht mehr nur in verkauften Alben, Tourneeeinahmen oder Download-Zahlen aus. Auch die Social Media Präsenz auf Facebook und Twitter werden als Erfolgsindikatoren miteinbezogen. Und Social Media ist das Terrain von Lady Gaga. Ihr ganzes Leben ist eine Social Media Kampagne. Jeder Auftritt, jede Äußerung und jedes Foto wird von der gaga’schen Fangemeinschaft wie eine Reliquie aufgenommen. Selbst Charity-Aktionen werden gnadenlos ausgeschlachtet, ganz nach dem Motto “tu Gutes, aber sprich auch darüber!” In ihren zwei Kern-Social Media Kanälen Twitter und Facebook sprechen die Fanzahlen für sich: Mit 10,3 Millionen Followern ist sie auf Twitter die klare Nummer Eins vor Justin Bieber (9,67 Mio.) und Barak Obama (8,02 Mio.). Auf ihrer Facebook-Fanseite, ein Paradebeispiel einer Social Media Kampagne, haben über 35. Mio Menschen auf den Like-Button geklickt: Auch hier der absolute Fan-Rekord. Welche Social Media Strategie steht hinter dem Erfolg von Lady Gaga? weiterlesen »
Während in Deutschland der Spielbetrieb in der Fußball Bundesliga nach den Relegationsspielen endgültig ruht und die Mannschaften sich in die Sommerpause verabschiedet haben, bereitet man sich in den Fanlagern Nordenglands und Kataloniens intensiv auf das Spiel des Jahres vor. Morgen Abend treffen mit dem FC Barcelona und Manchester United die zwei besten Fußballmannschaften der Welt aufeinander. Im altehrwürdigen Wembley-Stadion spielen sie um die Krone des europäischen Vereinsfußballs: die Champions League Trophäe.
Social Media Kampagne von Sky zum Champions League Finale
Der deutsche Pay-TV-Sender Sky hat sich für die Vorberichterstattung eine Social Media Kampagne überlegt. Matthias Sammer und Stefan Effenberg stehen bei “Mein Team” Pate für die beiden Finalisten. Zuschauer werden auf einer Microsite von Sky aufgerufen Vorschläge zu Aufstellung und Taktik einzuschicken. Sammer und Effenberg sollen diese nutzen, um die Mannschaften auf das Spiel “vorzubereiten”. In der Vorberichterstattung zum Spiel präsentieren sie ihre Analysen.
Die Kampagnen-Website bietet noch Raum für Verbesserung. Einige Statistiken, knappe Highlighvideos und erste “Analysen” der Experten, die allerdings kaum über Allgemeinplätze hinausgehen. Auch das Herzstück der Kampagne ist verbesserungswürdig: Die Kommentare werden in einer unübersichtlichen Liste angezeigt. Es gibt keine Möglichkeit, einzelne Beiträge zu zitieren oder beispielsweise auf Facebook zu sharen. Bleibt noch abzuwarten, ob es Sky gelingt, seine Social Media Kampagne mit der Show im TV vorm Spiel zu verknüpfen.