Virale Webvideos: Social Media Nutzer ansprechen

Videos und Social Media

Bewegtbild generiert Aufmerksamkeit in Social Media. Immer mehr Unternehmen drehen deshalb Image- oder Recruiting-Filme. Auch Video-Newsletter oder exklusive Podcasts für den internen Bereich sind beliebt. Doch was kommt im Netz gut an? Von was sollte man besser die Finger lassen? Der Themenabend „Do’s and Don’ts für Virale WebVideos“ von Landau Media befasste sich mit diesen Fragen. Die Referentinnen Stefanie Friedrichs (Landau Media AG) und Maria Fuhrmann (dasprogramm GmbH) stellten erfolgreiche und weniger gelungene Beispiele vor. Im Laufe des Abends zeigte sich: Nicht jedes Video ist gut, nur weil es ein Video ist.

Warum Webvideos so erfolgreich sind sein können

Laut ARD/ZDF-Onlinestudie sind 88% der 14 – 19 Jährigen in Social Media aktiv, so Friedrichs. Bedenke man, dass diese Zielgruppe wohl auch in Zukunft ihre Gewohnheiten bei der Mediennutzung beibehalten wird, könne man sie auch langfristig über die verschiedenen Social Media Kanäle ansprechen. Aus diesem Grund birgt Bewegtbild großes Potenzial. Das haben viele Unternehmen erkannt und präsentieren sich im Web mit Image-Videos oder versuchen, mit Recruiting-Filmen das Interesse potenzieller Bewerber zu wecken. Doch wie wird ein Video zum Erfolg in Social Media?

Kommunikationsziele klären und angemessenes Format wählen

An wen richtet sich das WebVideo? Welche Botschaft will ich an meine Zielgruppe richten? Konkrete Antworten auf diese Fragen sind nicht nur wichtig für ein aufschlussreiches Briefing für die Konzeption. Sie helfen auch dabei, das passende Format zu wählen. Der Versicherer Wüstenrot zum Beispiel hat ein kreatives Erklärvideo im Comic-Stil produziert, um jungen Menschen die Vorteile des Bausparens zu vermitteln. Dabei werden die Sachverhalte verständlich heruntergebrochen und der Nutzen des Bausparens unterhaltsam herausgestellt. Die Zugriffszahlen auf Youtube beweisen: Auch ein trockenes Thema lässt sich mit Bewegtbild interessant aufbereiten. 345.000 mal wurde das Video seit Juli 2012 angesehen. Wüstenrot illustrierte nach dem ersten Erfolg im selben Stil das Konzept Unfallversicherung – und das Video floppte mit bisher nur etwa 2.000 Klicks. Es handelte sich hier um das falsche Format: Was beim Bausparen funktionierte, ist nicht ohne weiteres auf eine ganz andere Zielgruppe übertragbar.

Authentisch und inhaltlich einwandfrei muss es sein

Die Netzgemeinde straft unauthentische und unlustige Inhalte konsequent ab. Bevor ein Film in Social Media online geht, ist es deshalb sinnvoll, ihn zu testen. Wenn er bei repräsentativen Vertretern der relevanten Zielgruppe gut ankommt, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Zumindest minimiert man so die Gefahr, komplett am Geschmack der Adressaten vorbeizuproduzieren oder im schlimmsten Fall einen Shitstorm auszulösen.

„Webvideos müssen unterhaltsam, informativ und nützlich sein.“

Maria Fuhrmann brachte so nochmals auf den Punkt, was ein erfolgreiches Video ausmacht. In diesem Zusammenhang kam auch das Thema Kosten auf. Was muss man investieren? Die Faustregel: Zwei bis drei Euro für jeden Klick, den man sich erhofft, müsse man reinstecken. Das gilt natürlich nicht immer. Auch ein schlicht produziertes Video kann genial sein. Wenn das Konzept durchdacht, die Zielgruppe definiert und die Botschaft stimmig ist. Und wenn man ein kleines bisschen Glück hat.

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Über Verena Maisch

Verena Maisch ist seit März 2013 Praktikantin bei consense und hat Philosophie und Wirtschaft studiert. Als PR-Neuling schreibt sie über alle Themen der Online Reputation.
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