Sechs Social Media Regeln: Scheitern leicht gemacht

Social Media Regeln

Den meisten Unternehmen ist die Bedeutung von Social Media bewusst. Sie wollen dabei sein, wenn sich die virtuelle Gemeinschaft über Weltgeschehen, Koboldmakis und Markenwelten unterhält. Dennoch sind nicht alle Firmen, die in Social Media unterwegs sind, firm mit den Gepflogenheiten und erwischen dabei immer wieder Fettnäpfchen. Wir haben die sechs wichtigsten Regeln zusammengestellt, wie man Social Media Aktivitäten ganz sicher nicht betreiben sollte:

Regel Nummer 1: „Das kann doch schnell der Praktikant machen“

Der Social Media Aufwand ist gering und können muss man da auch nicht wirklich was zu. Am besten, Sie geben die Aufgaben dem eh schon überarbeiteten Praktikanten, der kann das noch nebenbei machen. Die Community dankt es Ihnen.

Regel Nummer 2: Ignorieren Sie Anfragen

Reden Sie nicht über Krisen oder unangenehme Themen. Sollten kritische Anfragen via Social Media an sie herangetragen werden – löschen oder ignorieren. Der Kommentar „Sobald meine Verträge auslaufen, wird alles gekündigt“ auf der Vodafone Facebook-Page erhält 150.000 Likes? Völlig überbewertet. Wäre ja noch schöner, wenn das Publikum das Programm bestimmen würde.

Regel Nummer 3: Verbreiten Sie Gerüchte über Wettbewerber

Wettbewerber können Sie einfach über deren Social Media Auftritte angreifen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf – im Internet schreibt doch sowieso jeder, was er will. Die Babynahrung ist bestimmt mit Klebstoff gestreckt, das sollten Sie unbedingt im Wikipedia-Eintrag des Wettbewerbers schreiben. Gerne von Ihrem Firmenrechner, da die IP-Adresse nicht nachzuverfolgen ist.

Regel Nummer 4: Rechtsschreibfehler sind authentisch

„nächsten dinstagt unbedingt frehalten – mega event hier bei uns“ – so oder ähnlich sollten Ihre Social Media Posts aussehen, wenn Sie sich als Eingeborener unter den Digital Natives positionieren wollen. Die Jugend lernt die Rechtschreibung eh nicht mehr richtig und Autocorrect schreibt sowieso was es will – halten Sie sich daran.

Regel Nummer 5: Alles ist wichtig

Social Media ist dazu da, dass Sie jederzeit alle an Ihren Gedanken teilhaben lassen können. Und wenn jemand Fan Ihrer Unternehmens-Page ist, interessiert der sich für alles, was Ihr Unternehmen betrifft. Sie haben ein neues Ablagesystem in der Poststelle? Rein in die Facebook-Chronik.

Regel Nummer 6: Kaufen Sie Fans ein, das merkt keiner

Ihre Followerzahl in Social Media entwickelt sich (warum auch immer) nicht so, wie erhofft? Kein Problem, für ein paar Cent können Sie den Gefällt-Mir-Knopf von dauerabgebrannten Studenten oder Bewohnern von Ouagadougou kaufen. Ihre Marke ist halt international beliebt und dass der Followeranstieg über Nacht kam, lag an dem super Post über die Grünbepflanzung des Parkplatzes (siehe Regel Nummer 5).

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Über Lena Fuhrmann

Lena Fuhrmann ist seit Anfang 2013 Beraterin bei consense. Sie hat einen Magisterabschluss in Geschichte, ist ein großer Fan von Grumpy Cat und interessiert sich besonders für Trends und Entwicklungen in Bezug auf Kommunikation und Social Media.
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