Die besten Social Media Kampagnen im April

Eine erfolgreiche Social Media Kampagne zeichnet sich durch ihre virale Verbreitung im Netz und eine hohe Reichweite aus. Zwar geht es letztendlich darum, das beworbene Produkt zu verkaufen, doch eine Social Media Kampagne kann mehr. Sie erregt Aufsehen, sie macht Spaß und sie zeigt: Das Unternehmen ist kreativ und am Puls der Zeit. Der ewig reizüberfluteten Zielgruppe wird statt klassischer Werbung ein neues, spannendes Format geboten. Nicht das Produkt steht im Mittelpunkt, sondern die Idee, das Video, die verrückte Aufmachung.

Genau richtig gemacht haben es unsere zwei Social Media Highlight-Kampagnen aus diesem April. Mit ungewöhnlichen, an Guerilla-Marketing grenzenden Inhalten lösten sie einen viralen Schneeballeffekt aus und rückten so ins Bewusstsein von Zielgruppe und Branchenexperten.

„A dramatic surprise on a quiet square“ – Dramatisches Marketing von TNT

Story:

Ein kleiner öffentlicher Platz in Belgien, das Wetter ist schön, Menschen sitzen vor Cafés oder gehen vorbei. Mitten auf dem Platz ist ein roter Button auf einem Podest platziert. Ein Schild fordert auf: „Push to add drama“. Als ein neugieriger Passant der Aufforderung folgt, bricht Chaos aus. Szenen wie aus einem Actionfilm spielen sich mitten auf dem Platz ab: eine Schießerei, ein Raub, eine Verfolgungsjagt, Schüsse fallen, Reifen quietschen und ein Verletzter bleibt zurück, der von einem Sportteam weggetragen wird. Stille. In den Gesichtern des vom Spektakel angelockten Publikums spiegeln sich Verwunderung, Überraschung und Unglaube. Was ist gerade passiert? Schließlich löst ein Plakat mit der Aufschrift: „Your daily dose of drama – from 10/04 on Telenet – TNT – We know drama“ die Situation auf.

Kunde/Idee: Turner Broadcasting Benelux

Beworbenes Produkt: Sendestart des Actionsenders TNT in Belgien

Resonanz: 10,5 Mio. Views innerhalb von zwei Tagen; aktuell 31,5 Mio. Views (Stand 04. Mai); Berichterstattung auf HORIZONT.NET, W&V und Branchenblogs

 

Umwerfender Geruch – „Tic Tac“

Story:

Ein scheinbar harmloser Fußgänger fragt einen Passanten nach dem Weg. Als dieser antwortet fallen nach und nach alle Umstehenden zu Boden. Auf einer Leinwand wird im Video gezeigt, wie überall auf der Welt Menschen umfallen. Der wahrscheinlich fieseste Flashmob der Welt, denn auf der Leinwand erscheint der Slogan „Prends un Tic Tac!“ – Nimm ein Tic Tac! – der Passant nimmt das ihm angebotene Bonbon und plötzlich stehen alle auf und gehen weiter, als wäre nichts passiert.

Kunde: Tic Tac (Ferrero)

Beworbenes Produkt: Tic Tac Pfefferminzbonbon

Kampagne/Idee: Ogilvy & Mather, Paris

Resonanz: 2 Mio. Views in 10 Tagen; Berichterstattung  auf huffingtonpost.com, buzzfeed.com, handelsblatt.com und Branchenblogs

Warum Guerilla-Marketing?

Der „man on the street“ ist beliebtes Werkzeug von Guerilla-Marketing-Aktionen. Nicht nur live macht der von schockiert über verblüfft bis hin zu begeistert changierende Gesichtsausdruck der meist ahnungslosen „Opfer“ etwas her. Gebannt auf Video und zum Werbe-Kurzfilm umfunktioniert finden die einfallsreichen Geschichten großen Anklang, sowohl als klassische Fernsehwerbung, vor allem aber auch beim Online-Publikum als Social Media Kampagne. Schon alleine die hypothetische Möglichkeit, selbst Teil einer solchen Kampagne zu sein, ist für Social Media Nutzer attraktiv. Kreative, neuartige, verblüffende oder lustige Inhalte regen zum „Teilen“ an und können einen Schneeballeffekt auslösen. Die Reichweite kann sich so, ohne weiteres Zutun des Unternehmens, um ein Vielfaches vergrößern. Diese Art des Marketings klingt einfach und effektiv, ist es aber nur bedingt. Denn gute Ideen zu finden, die es dem User wert sind sie zu verbreiten, ist eine Kunst. Eine Kunst, die nicht von dicken Budgets abhängt, sondern einzig von spannenden, ungewöhnlichen oder witzigen Einfällen.

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