Seit gestern läuft die Comicverfilmung “Thor” in den deutschen Kinos. Für alle nordischen Mythologie- oder Comic-Neulinge: Donnergott Thor wird aus Asgard verbannt, dem Olymp für Germanengötter. Auf der Erde schickt er mit seinem Hammer reihenweise Gegner ins Walhall. Zu Promozwecken nahmen die Filmmacher nun den Mini-Darth Vader/VW-Spot auf die Schippe:
Seit gut einer Woche ist der Clip nun auf dem YT-Channel der Produktionsfirma und Comic-Verlags Marvel zu finden. Weit über 1 Million Mal wurde er bereits angeklickt. Mit dem Kinostart des Films hat er jetzt beste Chancen viral zu werden. In Erwartung der ersten Kritiken zahlt er zudem positiv auf die Online Reputation des Films ein.
Sehr schön auch die Liebe zum Detail: Das Nummerschild liest sich ASG-ARD, der Hund ist nach dem nordischen Feuergott Loki benannt. Auf dem Küchentisch steht eine Tasse von Stark Industries. Marvel-Superheld Iron Man ist im “echten” Leben Tony Stark, CEO seiner eigenen Waffenfirma.
Was haben Aida und Caida mit Social Media zu tun? Diese und andere Fragen beantwortet der Social Media Workshop von 121WATT am 18. Mai sowie am 21. Juli in München.
Das Unternehmen 121WATT ist für hochwertige Seminare und Schulungen im Bereich Online Marketing bekannt. Die 1-Tages Intensiv Workshops werden in den hauseigenen Seminarräumen stattfinden. CEO Alexander Holl, Experte in Sachen Online – und Suchmaschinenmarketing, führt in die hohe Kunst des Social Media ein. Im Fokus stehen Einblicke in die Struktur der wichtigsten Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter. Interessierten Managern, PR und Marketing Leitern werden geeignete Strategien vorgestellt, diese Plattformen gezielt und gewinnbringend für ihr Unternehmen zu nutzen. Der Social Media Workshop eignet sich besonders für Einsteiger.
Die Kosten für den Social Media Workshop betragen 695,- € zzgl. der gesetzlichen MwSt.
Weitere Informationen sowie Anmeldung auf 121watt.de.
Auch diese Woche haben wir für euch wieder lustige und bedenkenswerte Status Updates gefunden, die im Sinne einer positiven Online Reputation nicht unbedingt ihren Zweck erfüllen. Zumindest sollten die Arbeitgeber der Kommentatoren nichts von der wahren Meinung ihrer Mitarbeiter über sie mitbekommen:
14.April, 17:22 Uhr:
Falk*: Mein Chef sucht einen neuen mitarbeiter… mit folgender anzeige in der H.N.A…. Hochmotivierter Malerfacharbeiter bei schlechter Bezahl. u miesen Arbeitsbed. für sof. in KS gesucht….einer bock?
14.April, 16:56 Uhr:
Ilka*: Warum ich meinen Chef immer Blinddarm nenne? Weil er genauso reizbar und überflüssig ist!
14.April, 13:53 Uhr:
Walter*: Wollen Sie meinen Chef sprechen oder jemanden der sich auskennt?
13.April, 17:41 Uhr:
Timea*: so freunde der leichten unterhaltung… jetzt gehts ab nach draußen…ich vermute unser chef wirds uns mal wieder schön dreckig besorgen…das wird ein spaß
11. April, 11:37 Uhr:
Bernie*: Gott sieht alles, hört alles und weiß alles! Mein Chef sieht nichts, hört wenig und weiß alles besser!
10.April, 14:03 Uhr:
Derya*: Scheiss Praktikumsbericht machen…Gottseidank hab ich die Unterschriften-Vorlage vom Chef gefunden. hehe!
Die Fußballsaison geht in ihre heiße Phase. Zwar ist die Bundesliga spannend wie nie. International dominieren allerdings wieder die englischen und spanischen Teams, nur Schalke 04 kann mithalten. Der Schalker Ex-Trainer Felix Magath war es auch, der Social Media und Fußball in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit nahebrachte. Seine Facebook Fanpage hat mittlerweile knapp 190.000 Fans. Doch wie sieht es in Restfußballdeutschland aus? Sind die Bundesliga-Mannschaften in Social Media vertreten? Können sie zumindest hier der europäischen Konkurrenz das Wasser reichen? Und, warum sollten sie sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen?
Social Media und Fußball: Magath macht’s vor
Überraschend wechselte Felix Magath vor einigen Wochen von Schalke 04 zurück nach Wolfsburg. 2009 noch hatte er mit den Wolfsburgern den Meistertitel geholt. Nun ist er am kommenden Spieltag wieder auf Schalke zu Gast. Sein Nachfolger auf der Schalker Trainerbank ist Ralf Rangnick. Die Meldung, dass Rangnick ebenfalls bei Facebook zu finden sei, ließ nach dem Champions League Viertelfinale gegen Inter Mailand eine Fake Fanpage auf immerhin knapp 15.000 Fans anschwellen. Die anschließende Verwirrung und Diskussion um das Profil sind symptomatisch für Social Media in der deutschen Fußballwelt. Social Media ist im Bezug auf Fußball in aller Munde, aber außer in der Causa Magath scheinen die wenigsten den Like-Button zu drücken.
Deutsche Fußballfans ziehen Websites (noch) Social Media Präsenzen vor
Schaut man auf die Insel nach England oder nach Spanien spiegelt sich das auch schnell in Zahlen wieder. Der FC Barcelona ist auch in Social Media das Maß aller Dinge mit seinen 12 Millionen Facebook Fans. Dicht gefolgt von Manchester United(11,6M) und Real Madrid(11,1M). Der deutsche Rekordmeister Bayern München kommt auf “nur” 1,1 Millionen Fans, der designierte Meister Borussia Dortmund auf knapp 315,000. Dabei machen die Vereine bereits einiges richtig: Sie geben Einblicke hinter die Kulissen, liefern Mehrwert durch exklusiven Content für Facebook und beziehen die Fans ein. So gibt es auf den Facebook Fanpages Bilder vom Training, Highlights der letzten Spiele, Live-Ticker oder auch Interviews mit Spielern. Allerdings findet sich der Großteil dieser Inhalte auch auf den Websites der Vereine wieder. Mittlerweile haben auch kleine Vereine wie der SC Freiburg in ihrer Internetpräsenz einen Online TV-Kanal. Auch die Foren der Vereine sind gut gefüllt, hier wird heiß diskutiert.
Warum Social Media für Fußballvereine?
Vielleicht ist es auch nur eine Frage der Zeit bis die deutschen Fans auch Facebook bevölkert. Die Bayern haben die größte Fanbasis innerhalb Deutschlands und gehören auch weltweit zu den beliebtesten Vereinen. Facebook Fanzahlen im zweistelligen Millionenbereich sind auch hier möglich. Zumal, Facebook kommt in Deutschland auch jetzt erst richtig in Fahrt. Dass eine Partizipation in Social Media für die Clubs sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Mehr noch als bei gewöhnlichen Unternehmen, da hier eine ganze andere Bindung der “Kunden” herrscht. Über Fanbeauftragte konnten bislang nur organisierte Fans erreicht werden. In Social Media ist aber auch der Familienvater vertreten, der einmal die Saison mit Kind und Kegel zum Spiel kommt. Die gesamte Fanszene kann über Social Media angesprochen werden. Gemeinsam können so Missstände thematisiert und angesprochen werden.
Fachmedien kämpfen gerade einen langsamen, aber wahrscheinlich tödlichen Kampf gegen das Internet. Blogs heißen die potentiellen Online-Nachfolger der Printmedien. Heribert Prantl prophezeite einst in der Süddeutschen Zeitung das Ende der Printmedien zwischen 2020 und 2050. Dann sollen Online-Publikationen komplett übernehmen. Blogs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. netz-reputation.de geht der Frage nach, ob Blogs wirklich eine Alternative zu den gedruckten Fachmagazinen werden können.
A (web-)star is born: Verschiebung der Publikationshoheit
Der Aufstieg der Blogs, besonders in den letzten fünf Jahren, war rasant. Blogforscher Jan Schmidt schätzt die Anzahl deutscher Blogs auf mehrere Hunderttausend – genauer beziffern lässt sich das mangels fehlender Erhebungen bislang nicht. Tausende von Personal-Blogs, dienen einzig der Unterhaltung. Der Nutzen für den Leser ist oft nur für persönliche Bekannte erkennbar. Ein Hinweis dafür, dass das Blog noch nicht die Bedeutung hat, die es für die Medienlandschaft einnehmen könnte. Allerdings findet eine Professionalisierung der Blogosphäre statt. Immer mehr Menschen und Unternehmen haben die wahre Bedeutung des Blogs erkannt: Es erodiert das Publikationsmonopol von Journalisten und Redakteuren. Die Installation eines kostenfreien WordPress-Template reicht aus, um seine persönliche Redaktionskarriere zu starten. Das Blog kommt langsam in der Mitte der Gesellschaft an: Wahlkämpfe von Politikern werden auf Blogs dokumentiert, irokesentragende Internetpunks sind heiß begehrte Fernsehexperten aus einem anderen Medium und Journalisten erkennen Blogs zunehmend als Nachrichtenquelle an.
Blogs – die neuen Fachmedien im Internet?
Laut einer Umfrage des Verbandes der deutschen Fachpresse aus dem jahr 2010 lesen immer noch 85 Prozent der deutschen Entscheider regelmäßig Fachmedien im Printformat. Online-Angebote von Fachzeitschriften werden dagegen nur von 40 Prozent genutzt. Die Offline-Leser bekommen allerdings immer weniger zu lesen. Anbieter und Hersteller schalten immer weniger Printanzeigen, die Etats für Online-Werbung dagegen steigen. Die Folge: Viele kleine Fachmedien mit geringer Auflagenzahl können sich nicht auf dem Markt halten.
Das Blog muss sich die Nachfolgerrolle der Fachmedien erst noch erkämpfen. Es ist bereits auf dem Weg: Einerseits steigert sich die Qualität der Fach- und Corporateblogs, andererseits überlassen Printmedien ihren Online-Konkurrenten gezwungenermaßen immer stärker das Feld. Die Zeichen der Zeit stehen auf Niedergang für die gedruckten Fachmedien: Momentan gibt es noch etwa 3.900 deutsche Fachzeitschriften. Bis 2006 war die Anzahl der Titel im Wachstum begriffen. Dies ist aber vorbei. An der Online-Konkurrenz scheitern viele Fachmedien. Der drastische Rückgang der IT-Fachmedien ist ein Paradebesipiel für diese Entwicklung.
Blogs: Nutzerorientierte Inhalte
Die Nachfrage an branchenspezifischer Information wird größer, die Welt spezialisiert sich. Interessengruppen differenzieren sich weiter aus, Wissen und Expertise steigen. Immer mehr Menschen fühlen sich dazu berufen, ihr Wissen zu dokumentieren und weiterzugeben. Fachblogs sprießen wie Pilze aus dem Boden. Der Informationskonsum wird durch Blogs nachhaltig beeinflußt werden. Blogs gelten als persönlicher und authentischer. Blogs regen zum Dialog an, sie durchbrechen die Informationseinbahnstraße vom Publizisten zum Leser. Gerade Unternehmen begreifen das als Chance, um Meinungen ihrer potentiellen Kunden einzuholen und darauf reagieren zu können. Der Einfluss der User steigt, Mundpropaganda ist Gegenstand einer neuen Marketing-Strategie geworden. Die Steuerung von Word-of-Mouth-Marketing, also der Beeinflußung von User-Meinungen ist allerdings noch schwer strategisch umzusetzen und wirft neue Fragen auf. Blogger unterliegen nämlich einem ungeschriebenen Ehren-Kodex: Ihre Veröffentlichungen sind unabhängig und ihre Meinungen nicht käuflich. Dies gilt weniger für Corporate-Blogs, aber sie sollten eine goldene Regel der Netzcommunity beachten: reines Eigen-Marketing kommt nicht gut an. Wer Erfolg haben will, muss Mehrwerte für den Leser liefern!
Zukunft des Blogs: “Geliked” ist nicht gelogen?
Bis die Blogosphäre eine vollwertige Informationsalternative zu den gedruckten Fachmedien wird, muss sich noch einiges tun. Zum einen braucht es ein größeres Angebot an seriösen Blogs, die verlässliche Informationen anbieten. Nur durch Professionalisierung kann über die Blogosphäre eine Alternative zum traditionellen Journalismus enstehen. Die Arbeit von Journalisten wird dadurch sicherlich nicht überflüssig werden, aber eventuell weniger exklusiv. Entscheidend für die Akzeptanz von Blogs wird aber die gesellschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre sein. Die Menschen müssen sich an eine neue Form des Journalismus gewöhnen. Zudem muss das Medium Blog noch mehr in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das kann zunächst nur über die traditionellen Medienkanäle geschehen. Wenn Zeitungen über Blogs berichten, auf deren Informationen zurückgreifen und die glamouröstesten Blogger im Fernsehen als Meinungsführer zu sehen sind, wird die mediale Relevanz des Blogs auch bei den Menschen ankommen. Die Zeit wird es richten: In den nächsten Generationen gibt es fast nur noch Digital Natives. Sie werden sich wahrscheinlich in ihren Blogs über die steinzeitliche Nutzung von Papier als Informationsquelle köstlich amüsieren. Ausschlaggebend ist zu guter Letzt die Rolle der Öffentlichkeit: Wenn Blogs vom Volk für das Volk geschrieben sind, dann unterliegt die Kontrolle der Inhalte ebenfalls dem Volk. Die Öffentlichkeit der Zukunft muss noch kritischer sein als heute, Informationen hinterfragen und seine Rolle als dialogischer Informationsfilter wahrnehmen. Ob das funktioniert weiß keiner. Vielleicht wird die Wahrheit irgendwann nach dem basisdemokratischen Prinzip des Facebook-Like-Buttoms definiert: Was “geliked” wird, ist wahr!
Jorge Guerrero Navarro stellt in Passau Fotos zum Thema "Fiktion und Wirklichkeit im digitalen Zeitalter" aus.
Soziale Netzwerke und moderne Kommunikationstechnologien sind im Social Media Zeitalter nicht mehr wegzudenken. Doch wie nachhaltig haben sie unser Leben verändert? Diesem Thema widmet sich der mexikanische Künstler und Architekt Jorge Guerrero Navarro in seiner aktuellen Fotoausstellung „Wirklichkeit und Fiktion im digitalen Zeitalter“ im Kulturmodell in Passau. Social Media hat die Art und Weise, wie wir kommunizieren und miteinander umgehen revolutioniert. Auf den ersten Blick vereinfachen soziale Netzwerke und neue Technologien das Pflegen unserer sozialen Kontakte. Doch mit dem Entstehen virtueller Gemeinschaften und neuen Formen der Öffentlichkeit wird es für uns immer schwerer, zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu unterscheiden. Die Fotoausstellung des mexikanischen Künstlers in Passau ist noch bis Mitte April zu sehen und regt zum Nachdenken über eine Entwicklung an, der wir uns zum Teil widerstandslos untergeordnet haben.
Social Media: Alles Fiktion oder digitale Wirklichkeit?
Dank Social Media und sozialen Netzwerken haben wir mehrere hundert Freunde – doch würden wir alle diese Kontakte auch in der wirklichen Welt als Freundschaften bezeichnen? Wie kann es sein, dass Mobbing in der virtuellen Welt zum realen Selbstmord führen kann? Und warum kommt es immer häufiger vor, dass zwischen der brutalen Fiktion von Computerspielen und der verletzlichen Wirklichkeit nicht mehr unterschieden wird? Jorge Guerrero Navarro ist diesen Fragen nachgegangen und drückt seine Gedanken in spannenden Fotografien aus, die den Betrachter mit unerwarteten Details überraschen. Kritisch thematisiert der Künstler die zunehmende Abhängigkeit von sozialen Netzwerken oder die Kehrseite der digitalen Vernetzung, nämlich die Vereinsamung in der realen Welt.
Fiktive digitale Welt – weit mehr als Social Media
In der Ausstellung geht es aber nicht nur um Social Media. Auf ironische Art und Weise zeigt Jorge Guerrero Navarro, wo sich durch die zunehmende Digitalisierung in unserer Wahrnehmung auch außerhalb der sozialen Netzwerke Realität und Fiktion vermischen. So verdeutlicht beispielsweise ein Foto von einem Grabstein, den ein Überlebenspunkt aus dem Nintendospiel Super Mario ziert, dass unser Leben in der realen Welt verletzlicher ist als das unserer Computerhelden. Ein anderes Foto zeigt: Während es in der digitalen Welt kaum eine Handlung gibt, die sich nicht mit der Tastenkombination „strg+z“ rückgängig machen lässt, müssen wir in der Wirklichkeit mit allen Konsequenzen unseres Handelns leben. Die Fotos verlangsamen das Tempo der digitalen Revolution für einen Moment und geben dem Betrachter Zeit, über seine eigene Wirklichkeit nachzudenken.