And the Oscar goes to… Social Media?

Die Herkunft der Bezeichnung "Oscar" für die Statue ist umstritten.

Die Herkunft der Bezeichnung "Oscar" für die Statue ist umstritten.

In der Nacht von Sonntag auf Montag feierte sich Hollywood bei der 83. Oscar Verleihung selbst. Die Veranstalter gaben sich jung und hip, starteten eine Social Media Offensive mit Facebook, Twitter, Apps & Co. Wir haben uns angeschaut wie das genau aussah und ob es funktionierte.

Social Media hält Einzug in Oscar Verleihung

Die Schauspieler James Franco und Anne Hathaway moderierten die diesjährige Oscar Verleihung. Franco, dessen Leistung in 127 Hours nebenbei für den Oscar der besten männlichen Hauptrolle nominiert war, kam schon zur Eröffnung der Show mit gezücktem Smartphone auf die Bühne. Auf seiner Facebook Fanpage postete er im Laufe des Abends zahlreiche Handyvideos mit Einblicken hinter die Kulissen. Auf den offiziellen Facebook und Twitter Profilen der Academy wurden im Laufe des Abends die Oscar Preisträger parallel zur Sendung veröffentlicht.

Social Media ermöglicht Diskussion über Oscar Verleihung in Echtzeit

Nicht nur die Hosts und Verantwortlichen twitterten und facebookten von und über die Oscar Verleihung. Schon im Vorfeld versuchten Analysten anhand von Twitter Trends die Preisträger zu bestimmen. Bei zwei der drei größten Awards lagen sie sogar richtig. Ein Social Media Trend, der schon bei den Golden Globes und beim Super Bowl ersichtlich war, setzte sich nun auch bei der Oscar Verleihung fort: Social Media wird zum Second Screen. TV-Shows werden in Echtzeit in Social Media diskutiert. TweetReach zählte fast 1,3 Millionen Tweets zum Thema Oscar Verleihung. Hierzu wurden 20 relevante Begriffe und Hashtags untersucht. Fast 400.000 Twitter Nutzer tauschten sich während der Show aus. Zweimal wurde während der Übertragung das Hashtag #Oscar eingeblendet. Ein Anstieg der Tweets ist auch darauf zurückzuführen. Zu Hochzeiten wurden fast 12.000 Tweets in einer Minute abgeschickt.

Fazit

Die Zahlen klingen groß und definitiv wurde Online über die Oscar Verleihung geredet. Der Versuch die Veranstaltung dank Social Media jünger und hipper zu gestalten ist trotzdem gescheitert. Allein weil die Oscar Verleihung sich leidlich für Social Media eignet: Die meisten Gewinner stehen im Vorfeld bereits fest, das ganze Event ist vorhersehbar und “Skandale”, ein wichtiger Aspekt in Social Media, können durch die knapp zeitversetzte Ausstrahlung noch geschnitten werden. Die Social Media Diskussion rund um die Oscar Verleihung blieb so hinter den Erwartungen zurück. Zum einen sind die wahren Twitter Stars eher Musiker als Schauspieler. Lady Gaga und Justin Bieber haben die meisten Follower. Zum anderen hatte der Super Bowl ganz andere Maßstäbe gesetzt: Zum Ende des Spiels wurden mehr als 4.000 Tweets pro Sekunde versandt.

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Von Sebastian Kahl

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