Runway Social Media: Was machen Modelabels online, um in zu sein?

Geht die Mode mit der Mode? Nutzen Labels die Chancen von Social Media und schöpfen vorhandene Potentiale aus? Netz-Reputation hat sich einige bekannte Modelabels und ihre Social Media Aktivitäten angeschaut. Wie aktiv sind Fashionlabels bereits in Social Media und wo bestehen noch Potentiale?

Social Media Aktivitäten der Modelabels

Viele Modeunternehmen nutzen Facebook, wie zum Beispiel H&M, Zara, Mango und Topshop. YouTube und Twitter werden dagegen kaum eingesetzt, um die Markenbekanntheit zu steigern. Auf Facebook führen aber viele Modeunternehmen keinen echten Dialog mit den Kunden. Sie posten zwar fleißig Neuigkeiten, gehen aber zu selten auf Kommentare von Usern ein. Kundenfragen bleiben so häufig unbeantwortet. Auch in puncto Design besteht viel Nachholbedarf. Das Styling der eigenen Internetpräsenz sollte essentiell für Modelabels sein. Eine einfache Firmenpräsenz mit Unternehmensporträt spricht die Fashionjunkies nicht an. Man zeigt lediglich, dass man da ist, weil man da sein muss. Die Facebook-Seite von Promod beispielsweise ist zu schlicht, einfach nicht aussagekräftig genug. 08/15 ist out! Der Verzicht auf Fotos, Videos, Kommentare und Extras schadet der Online Reputation von Promod. Ganz im Gegenteil zu anderen Facebook- Seiten. Zaras zum Beispiel ist ein echter Hingucker, was nicht zuletzt an der multimedialen Aufmachung liegt. Durch viele Inhalte lässt sich die spanische Marke bestmöglich transportieren. Besonders Luxusmarken enttäuschen im Bereich Social Media. Valentino, Prada und Gaultier sind im Web 2.0 so gut wie gar nicht zu finden. Je höher die Qualität der Mode, desto schlechter ist die Social Media Präsenz. Das sind Ergebnisse einer Studie von SMO14- Content& Kommunikation.

Toplabels verschenken Potential in Social Media, Mainstream- Marken positionieren sich gut

Kaum eine andere Branche kann Social Media besser für sich nutzen. Modeunternehmen können von der Leidenschaft ihrer Konsumenten profitieren und ihre Social Media Auftritte voranbringen. Mainstream- Marken haben begriffen, dass man Modejunkies vor allem durch Bilder in ihren Bann ziehen kann. Sie wollen sehen wie sich die neuen Kollektionen kombinieren lassen, sie wollen die ersten sein, die neue Trendpieces besitzen.

Fashionlabels und Social Media- Die Möglichkeiten

H&Ms Facebook Fanpage: Ein Beispiel für den gelungen Einsatz von Social Media in der Modebranche

H&Ms Facebook Fanpage: Ein Beispiel für den gelungen Einsatz von Social Media in der Modebranche

Es gibt genügend Möglichkeiten Social Media für Kundenbindung, Imageverbesserung und Absatzsteigerung zu nutzen. Zara, H&M und Topshop machen es vor wie gute Social Media Arbeit aussieht. Die Facebook Page von Zara zeigt das Potential: über 8 Millionen Fans, die mit aktuellen Infos versorgt werden und über Neuigkeiten diskutieren. Eine Verlinkung zu YouTube macht es möglich „Behind the Scenes“ Material zu sehen. Topshop stellt Fotoalben exklusiver Kleidungsstücke neuer Kollektionen online, bevor diese in den Handel kommen. Das fördert das Interesse der Fans. Die wollen die Outfits natürlich sofort haben und kaufen sie, sobald diese im Laden erhältlich sind. Ein weiteres schönes Feature ist der Live-Stream zur Londoner Fashionweek. Jetzt am 20. Februar um 15 Uhr und am 22.Februar um 16 Uhr. An die Social Media Strategien von H&M kommt allerdings keiner so schnell ran. Das schwedische Label macht wirklich alles richtig: Sie haben etliche Fotoalben von neuen Kollektionen oder auch H&M Events auf ihrer Fanpage, wie zum Beispiel die Student Evenings. Unter der Kategorie „Your H&M“ reiht sich ein Feature an das nächste: im „Style Guide“ werden Fashionempfehlungen gegeben, es besteht die Möglichkeit das „H&M Magazine“ zu lesen, bei „H&M on TV“ können aktuelle TV-Werbespots angeschaut werden. Ganz wichtig auch die Verlinkung zum H&M Onlineshop. Eine sehr clevere Absatzstrategie: Kunden können gefundene Kleidungsstücke sofort online bestellen. Zusätzlich gibt es eine H&M Iphone App, bei der auch Rabattgutscheine zu „erschütteln“ sind. Außerdem noch auf der Fanpage: Customer Service, H&M auf Twitter und YouTube, einen Store Locator, sowie einen Button für potentielle Bewerber. Auf Mangos Facebook Page ist noch ein ganz süßes Feature. Nach Drücken des „Gefällt mir“- Buttons kann man mit einem „emotion ranking“ zeigen, wie man sich an dem Tag fühlt. Von rebellisch über fröhlich bis hin zu sexy ist alles dabei. Des Weiteren hat Mango bereits mehrere ihrer Modenschauen live übertragen.

Fazit: Social Media und Modelabels

Social Media ist schnell und aktuell. Auch die Modebranche ist schnelllebig und muss stets aktuellen Trends folgen um nicht plötzlich out zu sein. Social Media und Modeunternehmen könnten nicht perfekter zusammen passen. Das haben viele Modelabels, allen voran H&M, Topshop, Zara und Mango schon begriffen. Auch Luxuslabels wie Gaultier, Prada und Co. sollten den Mut haben sich und ihre Mode in Social Media zu präsentieren, um sich eine Fanbase in Web 2.0 aufzubauen.

Von Jennifer Hilker

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