Social Media Nutzung im Urlaub, Teil 2: Twittern Sie noch oder baden Sie schon?
Was machen Social Media Experten auf Twitter, Facebook & Co., wenn sie im Urlaub sind? netz-reputation.de hat sie gefragt, ob sie von ihren Stranderlebnissen berichten oder ihre Smartphones auslassen.
Heute im Interview: Klaus Eck, Herausgeber des PR Bloggers, Berater und Buchautor u.a. von „transparent und glaubwürdig: das optimale Online Reputation Management für Unternehmen“.
netz-reputation.de: Sind Sie im Urlaub auch im Netz oder nur am Strand?
„Ich setze auf eine absolute digitale Askese, verzichte ganz und gar aufs E-Mailen, Bloggen, Facebooken und Twittern, schreibe aber dennoch keine Bücher über das Offline-Gehen. Eine digitale Auszeit ist sehr gut für die persönliche Work Life Balance und gibt mir die Muße, um wieder ganz bei meiner Familie und mir selbst zu sein. Aus diesem Grunde werde ich ab Mitte August zwei Wochen lang lieber auf Rhodos an einem Strand verbringen und die freie Zeit offline genießen.“
netz-reputation.de: Sind Ihre Urlaub-Tweets privat oder ganz „business“?
„Es gibt einen Abschiedstweet oder Blogbeitrag: Bin dann mal weg. Aber das ist auch schon alles. Ansonsten wird der PR-Blogger durch unser Eck Kommunikations Team weiterbetrieben. Auf meinem persönlichen Twitteraccount klauseck erscheinen allenfalls die automatischen Hinweise auf neue Blogartikel. Mehr nicht. Somit erscheint auch hier nichts Privates.“
netz-reputation.de: Eine Statusmeldung aus dem Urlaub: Viele können nicht widerstehen. Aber auf was muss man achten?
„Eine solche Statusmeldung gibt es bei mir nur vor und nach dem Urlaub auf Facebook, Xing und Co. Wer nicht loslassen kann von der digitalen Sphäre, tut sich keinen großen Gefallen. Aber es muss natürlich jeder Reisende selbst für sich entscheiden, wie er/sie sich am besten erholt. Nun, es wird peinlich, wenn jemand ständig und immer wieder darauf verweist, wie schön die Urlaubswelt doch ist oder darüber sich selbst erhebt, nach dem Motto, ich kann mir das Besondere ganz selbstverständlich leisten. Gegen ein Reiseblog oder Reisefotos auf Flickr und Co. ist nichts einzuwenden. Aber man sollte beim Reisen nicht vergessen, ab und zu den Urlaubsort zu genießen und dabei die Selbstdarstellung und das digitale Abbild etwas hintenanstellen.”
Lesen Sie morgen hier das Interview mit Tanja Gabler von der Internet World Business.
Verraten Sie uns, ob Sie aus ihren Ferien twittern und welche Statusupdates Ihre Facebook Freunde von Ihnen lesen dürfen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!
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Ich kann die “digitale Askese” absolut unterstützen! Wundere mich ehrlich gesagt auch immer über Tweeds und Statusmeldungen aus dem Urlaub (und würde mich über eine herkömmliche Postkarte aus dem Urlaub oft mehr freuen…
)
Hm, das bestätigt ja nur wieder die Zweifel am Social Media Verständnis der Analog-Natives! In den Urlaub fahren und offline gehen, eine Auszeit nehmen. Klar, das ist sinnvoll, wenn soziale Netzwerke, Social Media und alles rund um die Online Reputation als mehr oder minder beruflich interessant gedacht werden. Loslassen von der digitalen Spähre… Ich weiß nicht?! Beruflich loslassen, das auf jeden Fall. Aber keine privaten Tweets, Status-Posts und Blog-Artikel? Nee. Wie gesagt, Social Media und soziale Netzwerke sollten nicht nur in Job-Kategorien eingeordnet werden, denn sozial sind die Kontakte bei Facebook & Co. vor allem dann, wenn sie über das Business hinaus gehen. Und warum ausgerechnet dann von ihnen Abstand nehmen, wenn sich mal richtig Zeit für sie ergibt?
Die Einordnung von Social Media alleine in die berufliche Sphäre finde ich auch nicht sinnvoll. Trotzdem: oberste Prämisse im Urlaub ist Abschalten. Und ich kann das am besten, wenn ich nicht ständig im Netz bin. Und wer sich auf Twitter bewegt und Facebook-Freunde aus dem beruflichen Netzwerk hat, sollte schon sicherstellen, dass er zwar Persönliches aber nichts Privates postet.
Markus Albers schrieb vor einiger Zeit in einem wunderbaren Blogartikel von einem “Kalten Entzug in vier Stufen” während eines Urlaubs in Italien. ” Ich war erst ungläubig, dann unruhig, schließlich unleidlich. Und eines Morgens plötzlich clean.” Am schönsten ist die Schildung dessen, was danach kommt. In diesem Sinne: Lesen und dann ab ins Meer!
http://www.markusalbers.com/blog/machen-statt-tweeten/#more-2295
Wenn ich die “Social Media Experten” hier teilweise so lese bin ich ja heilfroh dass ich keiner bin. Die scheinen die Kommunikation mit Freunden und Bekannten und das “Sharen” von schoenen Dingen ja als Belastung anzusehen von der man sich erholen muss, nicht als etwas an dem man Spass hat und das einem Kraft gibt. Traurig.
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[...] Der Angeber Der Angeber ähnelt dem neugierigen Typen, lässt aber kaum eine Minute aus, um allen Mitmenschen zu zeigen, wie gut er erreichbar ist. Selbst wenn diese Typen nicht einen einzigen Anruf im Urlaub erhalten, legen sie ihr Handy demonstrativ auf den Tresen in der Hotelbar, setzen sich mit ihrem Notebook in den Strandkorb und posten irgendwelchen Unsinn bei Facebook, Twitter oder Xing. Nur, um zu zeigen: Ich bin allways on und allzeit bereit. Mehr Aufträge bringt es nicht, aber es steigert das Ego ungemein. Dazu fand ich ein interessantes Interview mit Klaus Eck bei netz-reputation.de. [...]