„Ich als Marke“ – Online Reputation Management für Berufseinsteiger

Netz-Reputation twittert zu Online Reputation ManagementDie Relevanz der persönlichen Online Reputation nimmt immer weiter zu und ist auch in den Universitäten angekommen. Denn gerade für Berufseinsteiger ist dieses Thema sehr wichtig. Der Kenntnisstand dagegen ist gering und der Umgang mit persönlichen Daten im Social Web oft unbedarft und leichtsinnig. Deswegen lud das Sprachen & Dolmetscher Institut München (SDI) gestern zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Facebook, Xing & Co. – professionelle Selbstdarstellung im Internet“ ein.

Als Referent für die Einführungsveranstaltung konnte Social Media Experte Heiko Ditgens von bigmouthmedia gewonnen werden.

Online Reputation als Schlüssel zum Erfolg auf dem Arbeitsmarkt

Ditges verdeutlichte den Studenten die Wichtigkeit des Online Reputation Managements hinsichtlich ihres Eintritts in den Arbeitsmarkt:  Einführend machte er darauf aufmerksam, dass in Zeiten der Online Netzwerke eine Trennung zwischen der privaten und der beruflichen Person nicht mehr möglich sei – alle Daten und Informationen im Netz seien für alle Menschen zugänglich. Das erschwere das Reputation Management, mache es jedoch gleichzeitig umso wichtiger. Er wies die Studenten darauf hin, dass sie sich als Marke verstehen und im Netz positionieren müssten, um auf dem Arbeitsmarkt  Erfolg zu haben.

Eine Trennung zwischen mir als privater und beruflicher Person ist heute nicht mehr möglich.

Recruiter nutzten das Internet sowohl für die  Suche nach potentiellen Job-Kandidaten als auch für die Einschätzung von Bewerbern. Sie überprüften Profile in sozialen Netzwerken und suchten nach Bewerbern bei Google. Das Vertrauen in das Netz sei dabei sehr hoch, so Ditges. Umso wichtiger sei eine saubere Online Reputation. Damit meint Ditges zum einen die Erstellung eines optimierten und damit auffindbaren Xing-Profils, zum anderen die Vermeidung von unqualifizierten Postings oder Fotos. Darüber hinaus betonte er, dass eine Nicht-Auffindbarkeit im Netz auch nicht zu empfehlen sei. Diese lasse Recruiter darauf schließen, dass die Person entweder etwas zu verbergen habe oder nicht „up to date“ sei.

Wer im Netz nicht auffindbar ist, existiert nicht, so Ditges.

Online Reputation Management: Kontrolle ist das A und O

Online Reputation Management für Berufseinsteiger, Referent Heiko Ditges von bigmouthmedia

Um seine Online Reputation zu kontrollieren, riet Ditges den Studenten zu einer dosierten und überlegten Streuung privater Informationen im Netz. Auch die Beachtung und Nutzung von Privacy Einstellungen, zum Beispiel bei Facebook, sei absolut zu empfehlen, sie würden jedoch nur von wenigen Nutzern aktiv gebraucht. Darüber hinaus empfahl er, regelmäßig nach dem eignen Namen zu googeln und sich persönliche Google Alerts zu setzen.

Alles, was im Netz veröffentlicht werde, sei jederzeit auffindbar, warnte Ditges, auch wenn es zwischenzeitlich gelöscht werde. Einmal im Netz habe man keine Kontrolle mehr über seine Daten, so der Social Media Experte. Umso wichtiger sei der verantwortungsvolle und professionelle Umgang mit dem Internet und den Möglichkeiten des Social Web für ein gutes Online Reputation Management.

Persönliches Online Reputation Management: Drei Tipps für eine professionelle Selbstdarstellung

  1. Auffindbar sein im Netz (gepflegte und optimierte Profile bei Xing, LinkedIn, Facebook etc.)
  2. Verantwortungsvoller und zurückhaltender Umgang mit persönlichen Daten und Informationen, Beachtung und Nutzung von Privacy Einstellungen
  3. Kontrolle über seine Präsenz im Web und evtl. Entgegenwirken bei ungewünschten Postings

Über Anne Buschmann

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